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Die Elektrobusse des städtischen Betreibers ICB.

Elektrobusse in Frankfurt

Fünf Elektrobusse als Vorhut

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Bis 2030 will sich der Frankfurter Nahverkehr von Dieselbussen verabschieden. Der Anfang ist gemacht. Ab Sonntag sind die ersten Elektrobusse unterwegs.

Als die städtische Busgesellschaft ICB die neuen Elektrobusse vorstellte, die ab Sonntag auf der Campus-Linie 75 zwischen Bockenheim und Westend fahren, gab Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ein Fernziel aus: In zwölf Jahren, bis 2030, sollen alle Busse im Nahverkehr emissionsfrei fahren.

„Wir wollen den Busverkehr in der Innenstadt und in Sachsenhausen stufenweise emissionsfrei gestalten“, sagte auch Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). In der vorlesungsfreien Zeit fahren vier von fünf Bussen der Linie 75 auf anderen Strecken.

Die fünf Elektrobusse auf der Campus-Linie sind demnach die Vorreiter einer größeren Entwicklung, die auch in den Nachbarstädten läuft. Wiesbaden will seine Dieselbusse bis 2022 auf Elektrobusse umstellen, Darmstadt bis 2025.

In Frankfurt würden schon jetzt die meisten Fahrzeuge im Nahverkehr elektrisch fahren, nämlich die U-Bahnen, Straßenbahnen und S-Bahnen, sagte Oesterling. Mit ihnen seien 80 Prozent der Fahrgäste täglich unterwegs.

Das drohende Fahrverbot in Frankfurt treibt die Umstellung auf Elektromotor oder Brennstoffzelle aber weiter an. Die Stadt muss die NO2-Werte in der Innenstadt verringern. Elektro- und Wasserstoffbusse tragen dazu ihren Teil bei. So sollen im Sommer 2019 die ersten drei Wasserstoffbusse nach Frankfurt geliefert werden – und möglicherweise auf der Linie 36 fahren, so Oesterling. Bei der Buslinie 30, die auf der besonders belasteten Kurt-Schumacher-Straße und Friedberger Landstraße fährt, sind ab Sonntag in zwei von drei Fällen Dieselbusse mit Euro 6 unterwegs. Außerdem gibt es laut Oesterling die Überlegung, die Linie 30 ab Dezember 2019 nicht mehr über die Friedberger Landstraße fahren zu lassen, sondern sie in eine Nord-Linie (Bad Vilbel – Friedberger Warte) und Südlinie (Hainer Weg – Lokalbahnhof) zu trennen. Von dort sollen Fahrgäste auf die Straßenbahn umsteigen. Dagegen regt sich allerdings Kritik aus Bad Vilbel.

Auf den Linien 64 und 36, die ebenfalls durch die Frankfurter Innenstadt fahren, sollen ab Sonntag Busse mit Euro-6-Norm fahren. Von den rund 370 Bussen im Frankfurter Nahverkehr erfüllt derzeit nur ein Drittel diese Norm, die anderen haben die ältere Norm EEV.

Die „Museumslinie“ 46, die am Schaumainkai entlangfuhr, stellt die Stadt ab Sonntag teilweise ein. Sie fährt künftig nur noch zwischen Römerhof und Hauptbahnhof, nicht mehr zwischen Hauptbahnhof und Wasserweg. Der Grund sei die zu geringe Nachfrage in Sachsenhausen, sagte Oesterling.

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