Türkei-Einsatz in Afrin

Farbattacken auf Büros von CDU und SPD

Unbekannte protestieren gegen die türkische Militäroffensive in Afrin, indem sie zwei Parteibüros in Marburg mit Farbe besprühen. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen.

Im Zusammenhang mit der türkischen Militäroffensive auf die kurdische Stadt Afrin in Nordsyrien haben Unbekannte im hessischen Marburg Farbattacken auf Geschäftsstellen von CDU und SPD verübt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Außenfassaden in der Nacht großflächig mit roter Farbe besprüht. Bei der SPD seien auch politische Parolen gegen den Afrin-Einsatz angebracht worden.

Es werde von einem Zusammenhang zwischen beiden Taten ausgegangen, erklärte die Polizei. Die Ermittlungen in beiden Fällen habe der Staatsschutz übernommen. Mögliche Zeugen würden gebeten, sich bei den Beamten zu melden.

In Berlin-Kreuzberg wurden in der Nacht Steine auf Scheiben zweier Supermärkte geworfen. Ein Zusammenhang mit Afrin werde geprüft, teilte die Polizei mit. Auch hier ermittelt der Staatsschutz. Tags zuvor war in Berlin eine Bankfiliale mit Steinen beworfen worden.

Gegen Afrin richtet sich derzeit eine Offensive der türkischen Armee. Der Militäreinsatz sorgt für erhebliche neue Spannungen zwischen Türken und Kurden.

In Deutschland gab es in den vergangenen Tagen mehrere Attacken auf Moscheen, türkische und andere Einrichtungen. In mehreren Fällen vermuten die Ermittler extremistische Kurden als Täter. (afp)

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