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Norbert Altenkampf ist Bürgermeister von Bad Soden.

Main-Taunus-Kreis

Erfolg für Norbert Altenkamp

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Der CDU-Direktkandidat Norbert Altenkamp setzt sich im Main-Taunus-Kreis durch und übertrifft die Erwartungen.

Die Erwartungen waren hoch. Wie gut oder schlecht wird Norbert Altenkamp als CDU-Direktkandidat im Wahlkreis 181 abschneiden? Sein Vorgänger, der frühere Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber, saß 40 Jahre als direkt gewählter CDU-Abgeordneter im Bundestag, holte bei der Wahl vor vier Jahren 52,5 Prozent der Erststimmen.

Ein solches Ergebnis erwartete niemand von dem 45-jährigen Bad Sodener Bürgermeister. Aber einen deutlichen Vorsprung zur SPD-Kandidatin Ilja-Kristin Seewald erhoffte sich die Main-Taunus-CDU, deren Chef der hessische Staatsminister Axel Wintermeyer ist, im Wahlkreis schon.

Die Parteispitze hatte sich für Altenkamp ausgesprochen, der bei der Kandidatenkür im November 2016 knapp abgeschnitten hatte. Sein Gegenkandidat, der 39 Jahre alte Quereinsteiger und gebürtige Kelkheimer Martin Heipertz, hatte 45 Prozent der Delegiertenstimmen geholt. Markus Heipertz, Referent in Schäubles Finanzministerium, war vor allem von den zum Wahlkreis gehörenden Hochtaunuskommunen Königstein, Kronberg und Steinbach sowie Kelkheim unterstützt worden.

Kandidat ist sichtlich angespannt

Als Altenkamp um kurz vor 20 Uhr ins Hofheimer Kreishaus kommt, applaudieren seine Parteifreunde höflich. Er ist sichtlich angespannt. „Klar, an solchen Tagen ist man nervös“, sagt er. Monatelanger Wahlkampf: aber mit welchem Ergebnis? Das Abschneiden der AfD – im Bund und im Kreis – und die Verluste von CDU und SPD beherrschen die Gespräche.

SPD-Direktkandidatin Ilja-Kristin Seewald hat aus ihrem intensiven Wahlkampf, den sie in den 15 Kommunen des Wahlkreises geführt hat, eine Lehre gezogen: „Wir müssen ran an die Menschen.“ Sie wolle weitermachen, sagt sie, unabhängig vom Ergebnis. Viele Ortsvereine hätten sie darum gebeten. Ihr Erststimmenergebnis korrespondiert in den meisten Kommunen mit dem Zweitstimmenergebnis für die SPD.

Altenkamp, mit Familie und Freunden ins Kreishaus kam, zeigt sich erleichtert, als die ersten Zahlen eintrudeln: Ziel sei gewesen, ein besseres Erst- als Zweitstimmenergebnis zu erreichen. Dass ihm das gelungen sei, darauf sei er stolz, sagt er. Nun wolle er erst einmal ein wenig Zeit mit seiner Familie verbringen und dann fortsetzen, was er im Wahlkampf intensiv getan habe: „mit den Menschen reden“.

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