Energiewende

Druck auf Regierung vor Gipfel

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier will mit Experten über Energiewende reden - Opposition, IG Metall und die Kommunen wollen aber auch Taten sehen.

Auch Hessen will die Energiewende bald einläuten – in der Staatskanzlei kommen dazu diesen Dienstag zum zweiten Mal Politiker und Experten zusammen, um den besten Weg hin zu mehr erneuerbaren Energien zu diskutieren. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat zu einer zweiten Sitzung des hessischen Energiegipfels geladen.

Die Opposition forderte die schwarz-gelbe Landesregierung am Montag erneut auf, rasch konkrete Schritte zu unternehmen. Die Potenziale der erneuerbaren Energien seien bekannt, nun müssten „endlich Entscheidungen darüber getroffen werden, wie wo und in welchem Zeitraum sie umgesetzt werden müssen“, forderte Grünen-Fraktionschef Tarek Al-Wazir. Kürzlich hatten sich im Landtag Regierung und Opposition einen Schlagabtausch über die Energiepolitik geliefert.

SPD und IG Metall rechnen damit, dass der geplante Ausbau erneuerbarer Energien dem Arbeitsmarkt einen kräftigen Schub geben wird. Allein in Nordhessen seien in den vergangenen vier Jahren 12000 neue Arbeitsplätze in der Branche entstanden, erklärte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Gewerkschaft in Wiesbaden.

Auch die Kommunen meldeten sich vor dem Energiegipfel zu Wort. Eine Wende funktioniere nicht ohne Städte und Gemeinden und deren Unternehmen. Deshalb müssten die Beschränkungen fallen, die den Kommunen und Unternehmen bei ihrer energiewirtschaftlichen Betätigung in Hessen auferlegt seien, forderten der Hessische Städtetag und die Landesgruppe des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).( dpa)

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