Das bringt der Tag

Brötchendiebstahl endet vor Gericht

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+++ Hitzealarm in Hessen +++ Nilgänse in Frankfurt möglicherweise von Tierquälern getötet +++ Mordfall Adem Bozkurt Thema in "Aktenzeichen XY...ungelöst" +++ Alles, was heute in Hessen wichtig wird, erfahren Sie hier.

Der Diebstahl eines belegten Brötchens steht heute im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Amtsgericht Frankfurt, der um 9 Uhr beginnt. Angeklagt ist ein 31 Jahre alter Mann, der nach der Tat im Februar dieses Jahres auf dem Bauernmarkt auf der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt in Untersuchungshaft genommen wurde. Anlass für die Festnahme war allerdings  nicht der Diebstahl selbst, sondern erheblicher Widerstand gegen Polizeibeamte und Sicherheitspersonal. Darüber hinaus pöbelte der Mann laut Anklage Markthändler und Kunden an. Er muss sich deshalb neben Diebstahls auch wegen tätlichen Angriffs auf Polizisten vor Gericht verantworten.

Hitzealarm in Hessen

Heute gibt es in Hessen wieder einmal Sonne satt. In Frankfurt können die Temperaturen im Verlauf des Tages auf 35 Grad klettern. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnt vor allem für das Bergland vor heftigen Gewittern. Unwetterartiger Starkregen, Hagel und Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 75 Stundenkilometern sind demnach möglich. Das Frankfurter Gesundheitsamt spricht eine Hitzewarnung aus. Besonders gefährdet seien chronisch Kranke, Kleinkinder und ältere Menschen. Die Behörde empfiehlt allen, sich nach Möglichkeit in klimatisierten Räumen aufzuhalten und nur morgens und abends nach draußen zu gehen. Beim Aufenthalt im Freien sollte man sich mit leichter Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme schützen. Und natürlich: ganz viel Wasser trinken. Problematisch sind übrigens nicht nur die hohen Temperaturen, sondern auch die hohe Ozonkonzentration der Luft. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Autoren Jonas Wagner.

Geköpfte Nilgänse in Frankfurt gefunden

Die Nilgans-Plage in Frankfurt ist eines der großen Themen in diesem Sommer. Im Frankfurter Ostpark  hat eine Frankfurter Tierschützerin acht tote Nilgänse gefunden. Zwei der Kadaver waren kopflos. Die Frankfurter Polizei geht von Tierquälerei aus. Es sei aber auch möglich, dass ein Hund oder ein Fuchs die Tiere gerissen habe, sagte ein Polizei-Sprecher am Morgen. Nilgänse stören mit ihren Hinterlassenschaften vor allem Badegäste im Brentanobad. Sie verunreinigen mit ihrem Kot Liegewiesen und Beckenränder.  Ein Zweijähriger erkrankte nach einem Besuch im Brentanbad an einem schweren Magen-Darm-Infekt und musste tagelang in einem Krankenhaus behandelt werden.  Ob seine Erkrankung im Zusammenhang mit den Nilgänsen steht, ist ungewiss. Die Frankfurter Bäderbetriebe warten auf eine Abschussgenehmigung für das Brentanobad. Über den Antrag sei noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher des Ordnungsamts, wo die untere Jagdbehörde angesiedelt ist. Mit der Abschussgenehmigung wurde auch eine vorzeitige Aufhebung der Schonzeit beantragt. Normalerweise endet sie am 31. August.

A7 bei Fulda nach Unfall gesperrt

Nach einem Lastwagenunfall ist die Autobahn 7 bei Fulda heute Morgen wegen Bergungsarbeiten gesperrt worden. Betroffen sei die Strecke zwischen dem der Abfahrt Hünfeld-Schlitz und Niederaula in Fahrtrichtung Norden, teilte die Polizei  mit.  Der Verkehr wurde umgeleitet. In Richtung Süden sei der linke Fahrstreifen gesperrt. Die Sperrung werde voraussichtlich noch am Morgen aufgehoben. Ein Sattelzug war wegen eines geplatzten Reifen umgestürzt, anschließend blockierte er Teile der Fahrbahn in Richtung Norden. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. 

Geldautomat in Nordhessen gesprengt

Unbekannte haben heute am frühen Morgen einen Geldautomaten in Fuldabrück-Bergshausen (Kreis Kassel) gesprengt und dabei großen Schaden angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, zerstörten die Täter nicht nur den Automaten, sondern beschädigten auch das Bankgebäude erheblich. Die Filiale werde wegen der Schäden heute voraussichtlich nicht öffnen, sagte ein Polizeisprecher. Die Höhe der Beute war zunächst nicht bekannt. Die Täter flüchteten unerkannt mit einer dunklen Limousine.

Entscheidung zu römischen Pferdekopf erwartet

Im zähen Streit um den Wert eines römischen Bronze-Pferdekopfs steht eine Entscheidung an. Das Landgericht Limburg will heute seine Sicht in dem Fall verkünden. Möglich sei ein Urteil, denkbar aber auch ein Beschluss beispielsweise über weitere Beweismittel, sagte ein Gerichtssprecher. In dem seit Jahren laufenden Streit geht es um den Wert der antiken Skulptur, den das Land Hessen geringer eingeschätzt hat als ein Landwirt aus Lahnau (Lahn-Dill-Kreis). Archäologen hatten im August 2009 auf dem Grundstück des Mannes den Kopf entdeckt. Er ging in den Besitz des Landes über. Nach der damaligen Rechtslage steht dem Grundstückseigentümer die Hälfte des Wertes als Entschädigung zu. Doch wie viel ist der Kopf, Teil eines Reiterstandbilds, das wohl Kaiser Augustus (63 v. bis 14 n. Christus) darstellte, wirklich wert?

Prozess um tödliche Messerstiche in Kirchheim

Im Prozess um tödliche Messerstiche in einer Asylbewerberunterkunft in Kirchheim (Hersfeld-Rotenburg) will das Landgericht Fulda heute das Urteil verkünden. Die Verhandlung beginnt um 15 Uhr. Laut Staatsanwaltschaft soll ein Asylbewerber aus Eritrea am 3. September 2017 einen damals 32 Jahre alten Mitbewohner erstochen und einen zweiten Mitbewohner lebensgefährlich verletzt haben. Der Getötete stammt aus Somalia, ebenso der Schwerverletzte. In seinem Plädoyer hatte der Vertreter der Anklage 14 Jahre Haft wegen Totschlags, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung gefordert. Vor Gericht hatte der Angeklagte die Taten gestanden. Sein Verteidiger sagte, der später Getötete habe den Angeklagten mit dem Messer in der Hand provoziert. Der Angeklagte habe dem Mann das Messer abgenommen und aus Zorn selber zugestochen. Im Affekt habe der Angeklagte noch einen weiteren Mitbewohner angegriffen. Nach Angaben der Anwältin des Schwerverletzten lag der dieser Mann monatelang im Koma und leidet bis heute unter den Folgen - eine Hand ist seit dem Angriff unbrauchbar.

Mordfall Adem Bozkurt in „Aktenzeichen XY...ungelöst“

Die Gießener Staatsanwaltschaft will heute Abend mit einem Auftritt in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die Ermittlungen in dem mehr als 20 Jahre zurückliegenden Mordfall Adem Bozkurt voranbringen. Es gehe darum, wichtige Zeugen zu finden, erklärte Staatsanwalt Thomas Hauburger den Schritt an die Fernsehöffentlichkeit. Er wird den Aufsehen erregenden Fall in der Sendung, die um 20.15 Uhr beginnt, vorstellen. Wie berichtet, war Adem Bozkurt am Dienstag, 8. April, 1997, gegen 4.30 Uhr in der Wetterau tot hinter dem Steuer seines Wagens gefunden worden. Das Unfallszenario deutete damals darauf hin, dass er gegen einen Baum gefahren war, tatsächlich war er aber mit einem Genickschuss getötet worden. Da der Leichnam nicht obduziert wurde, blieb ein Einschussloch zunächst unentdeckt. Seine Tochter hat die damalige Ermittlungsarbeit kritisiert. 

Abdrea Nahles kommt nach Hessen

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles besucht heute auf ihrer Sommerreise Hessen. Zum Auftakt
informiert sie sich in Frankfurt ab 11.30 Uhr bei der HABA-Digitalwerkstat über Angebote für Kinder, die spielerisch den Einstieg in die digitale Welt vermittelt bekommen sollen. Zusammen mit der SPD-Landtagskandidatin Arijana Neumann diskutiert sie am Nachmittag
mit einer Nachbarschaftsinitiative im Frankfurter Ostend. Die Gruppe wehrt sich seit Jahren dagegen, dass der Stadtteil schick und teuer wird. Am Abend besucht Nahles mit dem Spitzenkandidaten der SPD bei der hessischen Landtagswahl, Thorsten Schäfer-Gümbel, das Training der Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill. Die Nationalspieler des
Teams bereiten sich derzeit auf die Rollstuhlbasketball-WM im August in Hamburg vor. (mit dpa)

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