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Einer der größten und ältesten der Republik: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg und an der Paulskirche.

Weihnachtsmärkte in der Region

Apfel, Nuss und Mandelkern

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Alle Jahre wieder stimmen die Weihnachtsmärkte ein auf die Adventszeit. Wir haben einen Überblick über die besten Feste in der Region zusammengestellt.

Manche mögen sie, manche meiden sie, und manche machen halt einfach mit. Denn wann und wo sonst kann man sich derart kollektiv-besinnlich mit allerlei Flitter und Trallala aufs frohe Fest einstimmen? Sich mit Christbaumschmuck, Winterklamotten und skurrilen Geschenken ausrüsten? Die lieben Kinderlein mit bappsüßem Naschwerk mästen? Dubiose Heißgetränke picheln, die man den Rest des Jahres weidlich scheut? Nächste Woche geht’s allerorten los mit dem Adventstaumel: Die Weihnachtsmärkte öffnen ihre Pforten und Buden.

Städte, Plätze, Rummel

Die allermeisten großen Städte in der Region läuten am Montag, 26. November, die große Christsause ein, allen voran der Weihnachtsmarkt in Frankfurt , der zu den größten und ältesten Deutschlands zählt und um 17 Uhr von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und einem Live-Konzert der Oper Frankfurt eröffnet wird. Bis Samstag, 22.12., bieten die Buden zwischen Paulsplatz, Römerberg und Mainkai Kitsch und Kunst, Glühwein und Punsch rund um die 30 Meter hohe Christfichte, und das Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Parallel und in direkter Nachbarschaft gibt es wieder den Weihnachtsmarkt der Künstler in den Römerhallen (7. bis 22. Dezember, täglich 12 bis 20 Uhr) nebst Jahresausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler (BBK) in der Paulskirche (27. November bis 22. Dezember, täglich 12 bis 20 Uhr). Ebenfalls parallel geht die „Rosa Weihnacht“ der Gay Community auf dem Friedrich-Stoltze-Platz (montags bis samstags 10 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 21 Uhr) in die sechste Runde.

In Darmstadt startet der Weihnachtsmarkt zwischen Residenzschloss und historischem Rathaus am Montag um 18 Uhr mit Grußworten von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Unter dem Motto „Weihnachten in Darmstadt – verbindet Freunde aus aller Welt“ wird bis Sonntag, 23. Dezember, montags bis donnerstags von 10.30 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr und sonntags von 11.30 bis 21 Uhr, alles für die besinnlichen und besinnungslosen Stunden am Jahresende geboten. Außerdem lockt der Darmstädter Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk, eigenem Kinderprogramm, Late-Night-Shopping mit Eisskulpturen und Feuershows (Freitag, 7.12., 18 bis 22 Uhr) und – „Heiligs Blechle“ – einem Foodtruck-Weihnachtsmarkt im Carree.

Der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden gehört mit seinem Dekor und der schmucken Kulisse aus Landtag, Altem Rathaus und Marktkirche auch in diesem Jahr wieder zu den eindrucksvollsten seiner Art in der Region. Er wird am Dienstag, 27. November, 18 Uhr, von Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Bürgermeister Oliver Franz (CDU) eröffnet. Die etwa 140 Stände und Fahrgeschäfte sind traditionell in Blau und Gold gehalten und stehen bis zum 23. Dezember montags bis donnerstags von 10.30 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 10.30 bis 21.30 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr offen. Dazu gibt es täglich Programm auf der Bühne vor dem Wiesbadener Rathaus.

In den größten Adventskalender Hessens verwandelt sich ab dem 1. Dezember wieder das historische Neustädter Rathaus in Hanau . Allabendlich um 18 Uhr öffnet sich bis zum 24. Dezember eines der Fenster und zeigt illuminierte Motive aus der Märchenwelt der Brüder Grimm. Davor auf dem Marktplatz können sich die Besucher des Weihnachtsmarkts bis Samstag, 22. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr an mehr als 75 Ständen mit Schlendern, Schlemmen und Shoppen verlustieren. Das Startsignal schmettert am Montag, 26. Dezember, 17.45 Uhr, das Blasorchester der Karl-Rehbein-Schule, um 18 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) das Treiben. Im Rathaus gibt es vom 30.11. an täglich von 13 bis 20 Uhr einen Künstlermarkt, davor dreht sich das nostalgische Mini-Riesenrad, das längst zum Inventar des Hanauer Weihnachtsmarktes gehört.

Offenbach hat dieses Jahr wieder den längsten Weihnachtsrummel der Großstädte im Rhein-Main-Gebiet. Er dauert vom 26. November bis zum 30. Dezember. Stände und Programm auf dem Aliceplatz und dem Stadthof rund um die zwölf Meter hohe Glühweinpyramide feiern montags bis donnerstags, 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags, 11 bis 22 Uhr, und sonntags, 13 bis 21 Uhr, die Adventszeit. Geschlossen ist der Weihnachtsmarkt am 24., 25. und 26. Dezember.

Burgen, Schlösser, Krippen

Mittlerweile stellt praktisch jede Gemeinde, jeder Ortsteil, jedes Städtchen oder Dörfchen in nahezu jedem Winkel Hessens an mindestens einem Tag oder Wochenende in der Adventszeit einen Weihnachtsmarkt auf mit allem, was dazu gehört: Christstollen, Glühwein, Maronen, Mützen, Handschuhe, Dekor, Kerzen. Und oft sind es gerade die kleineren, lauschigen Märkte, die in Weihnachtswallung versetzen.

An allen Adventswochenenden hat der „Romantische Weihnachtsmarkt“ in Bad Homburg rund um den Weißen Turm und auf dem Schlossplatz geöffnet, und zwar freitags bis sonntags, 12 bis 21 Uhr. Mit knapp 70 Holzhütten gehört er wie sein Pendant in Oberursel (Donnerstag, 29.11., bis Sonntag, 2.12.) mit mehr als 100 Buden eigentlich nicht zu den kleinen Märkten. Romantisch kann’s im Schatten des Schlosses trotzdem werden.

Ein adrettes Ambiente bietet auch die Burg Kronberg für den Weihnachtsmarkt am 8. und 9. Dezember, dessen rund hundert Stände sich hinab bis in die Kronberger Altstadt und den Berliner Platz schlängeln und am Samstag von 15 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr ein typisch weihnachtliches Sortiment anbieten. Ähnlich prädestiniert für ein beschauliches Weihnachtstreiben ist die pittoreske Kulisse der alten Fachwerkhäuser und das Gelände der Burg Hayn in Dreieichenhain , wo am zweiten und dritten Adventswochenende, 8. und 9., sowie 15. und 16. Dezember, samstags von 15 bis 20.30 Uhr, sonntags von 14 bis 20 Uhr, der Hayner Weihnachtsmarkt tobt, mit mehr als hundert Ständen und einer regenbogenfarbenen Fee, die Seifenblasen zaubert.

Unbedingt erwähnt seien noch der Bad Nauheimer Christkindl-Markt, 14. bis 16. Dezember, vor der Jugendstil-Szenerie des Sprudelhofs, der Schwedische Weihnachtsmarkt in Frankfurt-Preungesheim , An der Wolfsweide 54, vom 30.11. bis 2.12., oder der historische Weihnachtsmarkt an den ersten drei Adventswochenenden auf der Ronneburg in der Wetterau mit Maronen, Met und Minnesang.

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