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SPD-Fraktion fordert Mindestvergütung für Azubis

Die hessische SPD-Fraktion möchte, dass sich das Land im Bundesrat für eine Mindestvergütung für Azubis einsetzt.

Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag fordert von der Landesregierung, sich im Bundesrat für eine Mindestvergütung für Auszubildende einzusetzen. "Senden Sie ein Signal, dass dieses Haus sich das Anliegen zur eigenen Sache macht", sagte der ausbildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank-Tilo Becher, am Dienstag in Wiesbaden.

Nach einem geplanten Gesetz von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sollen Azubis von 2020 an im ersten Ausbildungsjahr eine Mindestvergütung von 515 Euro pro Monat erhalten. Das Bundeskabinett hatte das Gesetz Mitte Mai beschlossen.

Derzeit reiche die Vergütung häufig nicht für ein selbstbestimmtes Leben, kritisierte Felix Martin von den Grünen. Martin forderte eine gesetzliche Ausbildungsgarantie. Viele Unternehmen könnten sich eine Mindestvergütung nicht leisten, stellte der AfD-Abgeordnete Volker Richter fest.

Stefan Naas (FDP) sagte, die Vergütung sei weder Lohn noch Gehalt, sondern Zuschuss zum Lebensunterhalt. "Das Problem ist nicht die Vergütung, sondern die zu geringe gesellschaftliche Wertschätzung von Handwerks- und anderen Ausbildungsberufen", erklärte Naas. Dem widersprach Janine Wissler, Vorsitzende der Linken-Fraktion. Das schlechte Gehalt sei durchaus problematisch. "Von der Mindestvergütung würden zu wenige Azubis profitieren", ergänzte Wissler. 2020 seien es nur 26 000 junge Menschen. (dpa)

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