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Zum (vorerst) letzten Mal im Landtag: Florian Rentsch.

FDP-Politiker

Rentsch hält letzte Rede im Landtag

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  • Alexander Dietz
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FDP-Mann Florian Rentsch wechselt zum Bankenverband der genossenschaftlichen Sparda-Banken.

Beifall von fast allen Seiten – das ist der scheidende FDP-Fraktionschef im Landtag, Florian Rentsch, nicht gewöhnt. „Dafür muss man erst Abschied nehmen“, sagte der Politiker am Mittwoch im Landtag, als er seine letzte Rede nach mehr als 14 Jahren Parlamentsarbeit hielt.

Der 42-Jährige legt Mitte Mai alle politischen Ämter nieder und wechselt zum Bankenverband der genossenschaftlichen Sparda-Banken. Er sei nun der „Genosse Rentsch“, spotteten die Linke Janine Wissler und der Grüne Tarek Al-Wazir.

Der Nachfolger von Rentsch im Amt des Wirtschafts- und Verkehrsministers ist so etwas wie sein Lieblingsgegner. Ihm schrieb der scheidende Freidemokrat erneut ins Stammbuch, dass er die heutige Wirtschaftspolitik für verfehlt halte. Es werde zu wenig investiert, zu wenig für den Erhalt der Industrie und für den Flughafen getan, dafür zu viel für den Klimaschutz auf Kosten der Unternehmen. Alles falsch, dem Land gehe es gut und seiner Wirtschaft auch, antworteten die Redner der schwarz-grünen Koalition.

„Wir haben oft gesagt, dass der andere unrecht hat“, stellte Minister Al-Wazir fest. Durch Differenzen könne man aber „erst die eigene Position schärfen und erkennen, woran man selbst noch arbeiten muss“. Die Diskussionen könnten auf dem Bieberer Berg fortgeführt werden, schlug der Kickers-Offenbach-Fan Al-Wazir vor: „Die Sparda-Bank ist bekanntlich Namensgeber für das Stadion.“

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