Lehrkräfte

Die Sozialpädagogen sind da

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Von 700 Stellen an den Schulen sind 630 besetzt, berichtet Kultusminister Lorz.

Hessen hat erstmals Stellen für Sozialpädagogen an den Schulen geschaffen. Aber wie viele der 700 Stellen sind überhaupt besetzt?

Auf diese Frage lieferte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch im Hessischen Landtag eine Antwort. 630 Stellen seien besetzt, berichtete er den Abgeordneten. Mit dieser Quote von 90 Prozent zeigte sich der Minister zufrieden. Da es immer Fluktuation gebe und Zeit vergehe, bis neues Personal gefunden sei, könnten mehr als 95 Prozent ohnehin nicht erreicht werden, sagte er. Die sozialpädagogischen Fachkräfte seien an 1300 hessischen Schulen im Einsatz, sagt Lorz. „Die Schulen melden zurück, dass das eine der wichtigsten Unterstützungen überhaupt ist“, berichtete er. Im Jahr 2020 plant die schwarz-grüne Landesregierung mit weiteren 140 Stellen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Auch die Zahl der Lehrerstellen steige weiter, etwa zur Förderung der Deutschkenntnisse. Seit 20 Jahren hätten CDU-Regierungen bei zehn Prozent weniger Schülern 25 Prozent mehr Lehrkräfte zur Verfügung gestellt, rechnete der Minister vor.

„Insgesamt werden zwar viele Stellen geschaffen, bei denen ist allerdings nicht klar, ob sie in Zukunft mit ausgebildeten Lehrkräften und Sonderpädagogen besetzt werden können“, wandte die Linken-Bildungspolitikerin Elisabeth Kula ein. Auch der SPD-Schulpolitiker Christoph Degen bezweifelt, dass es genügend gut ausgebildete Lehrer gibt. „Was nutzen die meisten Planstellen aller Zeiten, wenn die Stellen nicht besetzt werden können, wenn Qualifizierung fehlt, wenn Vertretungskonzepte nicht greifen?“ Es seien Stellen im Wert von 29 Millionen Euro nicht besetzt. Lorz entgegnete, dies sei nur ein minimaler Anteil.

SPD und Linke fordern eine bessere Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen. Sie verdienen derzeit weniger als Lehrkräfte an anderen Schularten. Die Landesregierung hält das für zu teuer fürs Land. Werde die Besoldung angehoben werde, koste das rund 80 Millionen Euro pro Jahr, rechnete der Grünen-Abgeordnete Daniel May vor und warnte: „Das wären rund 800 Lehrerstellen, die woanders fehlen würden.“

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