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Ein Grablicht leuchtet auf einem Friedhof.

Finanzielles

Sozialbestattungen in Hessen nehmen zu

Bestattungen sind teuer.  Wenn der Verstorbene oder seine Hinterbliebenen nicht zahlen können, müssen die Kommunen in die Tasche greifen.

Die Zahl sogenannter Sozialbestattungen ist in Hessen im vergangenen Jahr gestiegen. 2018 gab es landesweit nach Angaben des hessischen Sozialministeriums 1357 solcher Beisetzungen. Im Jahr zuvor waren es noch 1082. Hauptgrund sei, dass Erben über zu wenig Mittel verfügen, um die Kosten zu übernehmen, sagte Ministeriumssprecherin Alice Engel.

Auch die Zahl der Menschen, die die Bestattungskosten oder zumindest Zuschüsse erhalten haben, ist in Hessen dem Statistischen Bundesamt zufolge gestiegen - entgegen dem Bundestrend. 1712 Angehörige Verstorbener erhielten 2018 Geld von den Kommunen, wenn die eigenen Mittel nicht reichten. Insgesamt waren das rund 4,5 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 1626 Menschen und rund 100 000 Euro weniger. Von 2010 bis 2018 stiegen die Zuschüsse aus den kommunalen Kassen in Hessen, wenn auch nicht kontinuierlich, von rund 3,8 Millionen um etwa 700 000 Euro an. Bundesweit nahmen sie im gleichen Zeitraum von gut 57 Millionen auf rund 53,7 Millionen Euro ab. (dpa)

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