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Kreis Offenbach

Sozialarbeit an allen Schulen im Kreis Offenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Der Kreistag hat beschlossen, bis zum Schuljahr 2022/23 im Kreis Offenbach flächendeckend Schulsozialarbeit für alle Schulformen einzuführen.

Im Kreis Offenbach soll es im Schuljahr 2022/23 flächendeckend an allen Schulen Schulsozialarbeit geben. Der Kreistag beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig, das Angebot für alle Schulformen auszubauen. Der Kreisausschuss muss dafür ein Konzept erarbeiten. Bisher finanziert der Kreis als Träger der öffentlichen Jugendhilfe Schulsozialarbeiter:innen nur an weiterführenden, Förder- und Berufsschulen.

Kommunen wie Neu-Isenburg oder Rodgau werden durch den Kreistagsbeschluss finanziell entlastet. Sie sahen es bisher schon als ihre Aufgabe an, Schulsozialarbeit an Grundschulen zu offerieren, und finanzierten dieses Angebot aus eigener Tasche. In Dietzenbach sind an allen Schulen Schulsozialarbeiter:innen im Einsatz. Kreis und Kommune finanzieren das Angebot jeweils zur Hälfte; der Kreis gewährt der Stadt wegen ihrer schwierigen Sozialstruktur Unterstützung.

Künftig bleibt Schulsozialarbeit in einer Hand, der Kreis als Schulträger erfüllt diese Aufgabe für alle Schulformen. Das Geld für das flächendeckende Angebot holt er sich über die Schulumlage. Die Finanzierung der Schulsozialarbeit wird also auf die Schultern aller 13 Kreiskommunen umgelegt. Dadurch wird der Hebesatz für die Schulumlage steigen.

Ausschlaggebend für die am Mittwoch beschlossene flächendeckende Schulsozialarbeit waren die Grünen mit einem entsprechenden Antrag. CDU und SPD legten einen Änderungsantrag vor, den die Grünen mittrugen. Alle staatlichen Schulen im Kreis könnten damit personell gleich ausgestattet werden, sagte Maria Sator-Marx (Grüne). Nur die unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte, die sogenannten Ubus-Stellen, wird nicht über die Schulumlage finanziert.

Im Gegensatz zu früher werde Schulsozialarbeit heute nicht nur als etwas gesehen, das Defizite auffange, sagte Sator-Marx. Unterstützungssysteme seien heutzutage an allen Schulen vonnöten, und zwar nicht nur für Schüler:innen, sondern auch für Lehrerkräfte und Schulgemeinden.

Schulsozialarbeit sei nicht dafür da, die Folgen der Corona-Pandemie zu reparieren, sagte Michael Schüßler (FDP). Die Notwendigkeit sehe der Kreis punktuell seit 1991, und 30 Jahre später gebe es nun die Erkenntnis, dass es kein punktuelles, sondern ein flächendeckendes Thema sei. Schüßler forderte einen relevanten Stundenumfang sowie angemessene Räume für die Schulsozialarbeit. Das dürfe nicht „die Besenkammer“ an einer Schule sein, auch wenn das Geld kosten werde.

Der Kreis Offenbach mache nun nichts anderes, als seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen, sagte Jürgen Ries (Freie Wähler). Es habe keinen Grund gegeben, Grundschulen und Gymnasien aus der Schulsozialarbeit auszuklammern. Das sei bisher im Wesentlichen aus Kostengründen geschehen.

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