Printmedien

Sorge um Medienlandschaft in Hessen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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SPD-Politikerin Löber vermisst das Problembewusstsein bei der Landesregierung.

Die journalistische Vielfalt ist in Hessen nach Ansicht der SPD-Landtagsabgeordneten Angelika Löber nicht mehr gegeben: Mehr als 90 Prozent der Regionalzeitungsauflage stammten aus den Verlagshäusern Ippen und VRM.

„Nur vier regionale Zeitungen gehören in Hessen nicht einem der beiden Verlagshäusern an“, sagte Löber. Die Landesregierung beschönige die Situation. Anlass für ihre Kritik ist die Antwort auf eine Anfrage zur Lage der Printmedien.

„Was wir hier lesen ist eine Verklärung der Tatsachen“, sagt Löber. „Ich bin mir nicht sicher, ob die Landesregierung die eigentlichen Tatsachen nicht kennt oder diese bewusst verschweigt.“ Auch bei der Antwort auf die Frage nach Onlinezeitungen und Onlineportalen in Hessen erstaune das Nichtwissen, so die SPD-Politikerin. „In der Beantwortung der Frage wird in keiner Weise auf die Angebote außerhalb der klassischen Zeitungsverlage eingegangen.“

Korrekt seien demgegenüber die Angaben der Landesregierung zur Tarifbindung bei den hessischen Zeitungsverlagen. Bedauerlicherweise sei einzig der Verlag des Darmstädter Echos ein tarifgebundenes Mitglied im Hessischen Verlegerverband. „Allerdings finden in der Antwort die nichtjournalistischen Beschäftigten der Verlage keine Erwähnung.“

Auch hier sei die Tarifbindung durch arbeitsvertragliche Regelungen in den meisten Fällen nur noch bei älteren Angestellten sichergestellt, bedauerte die SPD-Politikerin.

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