Abenteuer erleben in der Natur ist dieses Jahr besonders angesagt: Zum Beispiel beim Klettern mit Köpfchen in Darmstadt.
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Abenteuer erleben in der Natur ist dieses Jahr besonders angesagt: Zum Beispiel beim Klettern mit Köpfchen in Darmstadt.

Ferienspiele

Sommerferien in Frankfurt und Rhein-Main: Schatzsuche mit Abstand

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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  • Diana Unkart
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Die Ferienprogramme in Frankfurt und Rhein-Main sind entweder abgesagt oder an veränderte Hygienebestimmungen angepasst worden.

Wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien steht bei manchen Anbietern noch nicht fest, wie und wo und vor allem ob die Ferienspiele stattfinden. Andere haben ihre Angebote frühzeitig abgesagt, manche Kommunen bieten aber Alternativprogramme an. Alle müssen sich an Hygienebedingungen anpassen und verkleinern deswegen die Gruppen, verlegen Veranstaltungsorte ins Freie oder streichen Essensangebote. Für manchen Anbieter bedeutet das zusätzliche Einbußen und für manche Eltern, dass ihre Kinder anders betreut werden als geplant.

In Frankfurt„werden grundsätzlich keine Massenveranstaltungen stattfinden“, sagt Zoi Tassi vom städtischen Jugend- und Sozialamt. Auch sämtliche Ferienfreizeiten seien abgesagt. Das Ferienkarusell biete aber für Kinder von sechs bis 15 Jahre Bildungswochen an, die allerdings seit Februar ausgebucht seien. Man arbeite mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen, die die Kinder in kleinere Gruppen aufteilen würden, um sich an die Hygieneregeln halten zu können. „Wir wollen stadtweit Kontinuität und Normalität reinbringen“, so Tassi.

Als das Osterferienprogramm wegen des Lockdowns abgesagt werden musste, beschlossen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wiesbadener Amt für Soziale Arbeit, dass der Name ihrer Abteilung Programm sein sollte: Schöne Ferien heißt sie. Und die sollen die Kinder haben. 220 Tagesfahrten und Workshops werden ab Juli angeboten. Mehr als 1200 Kinder haben sich angemeldet. Jedes Kind soll mindestens ein Angebot wahrnehmen dürfen. Hauptaufgabe derzeit sei, das Programm coronatauglich zu gestalten, sagt Mitarbeiterin Isabelle Ziehm. Wegen der Hygiene- und Abstandsregeln müssten Teilnehmerzahlen reduziert oder größere Räume gesucht werden. Sie ist froh über die Unterstützung für ihre Abteilung.

Manche Angebote kosten die Stadt inzwischen mehr Geld. Wo vor Corona ein Bus ausgereicht hätte, müssen heute wegen der Abstandsregeln zwei Busse gebucht und bezahlt werden. Ausflüge mit Busfahrten und Übernachtungen hat der Kreis Groß-Gerauin seinem Ferienprogramm allesamt abgesagt. Zwar werde ein Angebot für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren angeboten. Doch „durch die Hygienevorgaben kann das Angebot nicht in der beabsichtigten Form durchgeführt werden“, heißt es vom Kreis. Die Ferienaktivitäten werden dezentral in der Kernstadt sowie den Ortsteilen Dornheim und Wallerstädten angeboten. Die Kinder werden auf Gruppen von maximal zwölf Teilnehmern verteilt, die getrennt voneinander basteln, spielen, essen oder Ausflüge zu Fuß oder mit Fahrrad machen.

Eine Umfrage der Darmstädter Kinder- und Jugendförderungzeigt, dass es stadtweit 37 Ferienangebote gibt. Unter anderem ein kinderstadtähnliches Angebot in der Rudolf-Müller-Anlage. Auch die kommunalen Kinder- und Jugendhäuser haben geöffnet und werden sich besondere Ferienangebote überlegen, teilte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) mit. Ziel sei, möglichst viele Ferienangebote zu machen.

Die Stadt Hanauhat unter dem Titel „Hanau daheim – der Sommer“ ein Programm aus Ferienbetreuung für Kinder, Familienerlebnissen und Kulturveranstaltungen organisiert. Um Betreuungsengpässe in den Ferien zu minimieren, verzichtet der Eigenbetrieb Kindertagesstätten auf die sonst üblichen Ferienschließungen. Die Ferienspiele wird es geben. In diesem Jahr ist die Teilnahme allerdings auf eine Woche pro Kind begrenzt.

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