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Eine Frau im Homeoffice mit Laptop im Wohnzimmer: Das Arbeiten daheim hat viele Vor-, aber auch Nachteile.

Wirtschaft

Das sind die Folgen der Digitalisierung bei Unternehmen in Rhein-Main

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Nach der Befragung einer Agentur wollen 40 Prozent der Betriebe im Rhein-Main-Gebiet „mobiles Arbeiten“ fördern.

Rund 40 Prozent der Betriebe in der Rhein-Main-Region wollen „mobiles Arbeiten“ mit sogenannten digitalen Endgeräten fördern. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) hervor, die am Dienstag von der Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit vorgestellt wurde.

Wie die Pressesprecherin Angela Köth auf Anfrage der FR erläuterte, ist es vor allem der technische Fortschritt, der für Homeoffice oder das Arbeiten von unterwegs, etwa in der Eisenbahn, spricht: Durch Laptops oder Tablets seien die Arbeitnehmer fast „überall zu erreichen“.

Auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt der Studie zufolge eine Rolle. Die Betriebe erhoffen sich durch das flexible Arbeiten eine „erhöhte Produktivität“, wollen aber auch durch mehr Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeit an Attraktivität gewinnen. „Dies ist angesichts des Wettbewerbs um die besten Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt ein sicherlich nicht zu unterschätzender Aspekt“, schreibt die Arbeitsagentur. Jeder dritte Betrieb, der Homeoffice oder die Arbeit von unterwegs eingeführt hat, versucht mit bestimmten Regelungen zu verhindern, dass die Beschäftigten bei der Erreichbarkeit über Gebühr belastet werden, und die Arbeitszeit begrenzen.

Insgesamt zeigt die Studie, die auf einer ausführlichen Befragung von Unternehmen im Herbst vergangenen Jahres beruht, dass die Auswirkungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt als Thema in den Betrieben angekommen sind. Die Befürchtung, dass mit zunehmender Digitalisierung Arbeitsplätze verloren gehen könnten, wurde von den Betrieben in der Rhein-Main-Region zurückgewiesen. Allerdings gehe jeder vierte Betrieb von einer steigenden Nachfrage nach Qualifikation und Weiterbildung aus. Viele Betriebe würden bereits jetzt in eine entsprechende Fortbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

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