Verbindung

FDP sieht Grünen-Minister zu nah an DUH

Zwei Aufträge des Landes gingen an Umwelthilfe. Jürgen Lenders von den Liberalen nennt die Verbindung „nicht gesund“.

Die FDP wirft den Grünen in der Landesregierung eine zu enge Verbindung zur Deutschen Umwelthilfe (DUH) vor. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Jürgen Lenders, sagte der Frankfurter Rundschau am Montag in Wiesbaden, er halte die Nähe zwischen den Grünen und der DUH für „auffällig“ und „nicht gesund“. Die Organisation klagt gegen das Land seit Jahren auf die Einhaltung von Schadstoff-Grenzwerten und fordert Fahrverbote.

Zuvor hatte die Landesregierung auf schriftliche Fragen von Lenders berichtet, dass es in den vergangenen Jahren eine Reihe von Gesprächen, Telefonaten, Mailwechseln und anderen Kontakten zwischen Mitgliedern der Landesregierung und führenden DUH-Vertretern gegeben habe. Teilweise standen sie im Zusammenhang mit der Diesel-Debatte und den Klagen der DUH, so bei Vergleichsgesprächen zu Fahrverboten in Darmstadt.

Zudem erhielt die DUH zwei Aufträge vom Land. So sollte sie einen Maßnahmenkatalog „Mehr Biologische Vielfalt in der Stadt“ erstellen, gemeinsam mit dem Institut Wohnen und Umwelt und der Hochschule Geisenheim. Kostenpunkt: knapp 50 000 Euro. Der Auftrag sei im Dezember 2016 vom Umweltministerium vergeben worden. Bereits 2014/15 habe die DUH von der Hessen-Agentur den Zuschlag erhalten, für gut 95 000 Euro den Bürgerdialog zum Ausbau der Südlink-Trasse zu organisieren.  

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