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Ein Sandtigerhai in einer Shark City.

Shark City in Pfungstadt

Shark City am Bürger vorbei geplant

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Wer die Bürger über ein Projekt wie Shark City erst informiert, wenn alle maßgeblichen Entscheidungen getroffen sind, braucht sich nicht zu wundern, wenn es Probleme gibt. Der FR-Kommentar.

Die Bürgerinitiative, die „Europas größtes Haifischbecken“ in Pfungstadt ablehnt, gibt sich unverdrossen kämpferisch. Auch wenn die kommunalen Spitzenverbände das von der Initiative initiierte Bürgerbegehren als unzulässig abgelehnt haben, wollen die Gegner des geplanten Großaquariums nun mit juristischen Mitteln das Vorhaben verhindern. Zwar steht es der Initiative frei, zu klagen und Widerspruch gegen den Parlamentsbeschluss einzulegen. Doch zur Beruhigung der Gemüter wird dies sicher nicht beitragen.

Bürgermeister Patrick Koch konnte noch Mitte Juni frohlocken, als die Stadtverordneten dem von ihm unterstützten Vorhaben allesamt zugestimmt haben. Doch der Rathauschef hat sich angesichts des einstimmigen Beschlusses wohl zu sicher gefühlt. Kritische Einwände wurden anfangs überhaupt nicht diskutiert und eine Entscheidung ohne eine angemessene Beteiligung der Bürger im Hauruck-Verfahren herbeigeführt.

Die jüngste Informationsveranstaltung kam fünf Monate zu spät. Wer die Bürger über solch ein Projekt erst informiert, wenn alle maßgeblichen Entscheidungen getroffen sind, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese sich nun mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen. Inzwischen haben sich die Pfungstädter Bürger in engagierte Befürworter und vehemente Gegner eines riesigen Haifischbeckens aufgespalten – eine beschämende Entwicklung.

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