Ermittlungen

Sexueller Missbrauch eines behinderten Kindes in Kassel?

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung und einer Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY gibt es einige Reaktionen.

Ein Unbekannter hat möglicherweise seine geistig behinderte Tochter über Jahre sexuell missbraucht oder anderen zum sexuellen Missbrauch angeboten. Ermittler in Kassel haben nach einer Öffentlichkeitsfahndung und einer Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwoch erste Hinweise bekommen. Es seien rund 20, in einigen Fällen konkrete Hinweise eingegangen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Diesen werde nun intensiv nachgegangen.

Doch für die Ermittler sind viele Fragen offen. Den Fahndern zufolge hat der Unbekannte im Internet angegeben, seine Tochter missbraucht und Treffen zum sexuellen Missbrauch angeboten haben. In Kleinanzeigen wurden hierbei unterschiedliche Namen angegeben. Auch bei den zu dem Nutzer des Kleinanzeigenportals angegebenen Namen und Adressen handele es sich um falsche Identitäten. Die bisherigen Erkenntnisse würden einen über Jahre andauernden Missbrauch allerdings nahe legen.

Ein Mitarbeiter eines Kleinanzeigenportals im Netz sei 2016 auf die Anzeigen aufmerksam geworden. Dort hatte der Nutzer geschildert, seine Tochter seit ihrem sechsten Lebensjahr sexuell zu missbrauchen. 2016 soll das Kind zwölf Jahre alt gewesen sein. Die Beamten gingen nun mit einem Bild an die Öffentlichkeit. Allerdings sei auch hier unklar, ob der abgebildete Mann und das Kind tatsächlich im Zusammenhang mit dem im Internet geschilderten Missbrauch stehen. (dpa)

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