Mainz

Seltener Blick aufs Meer

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Max Slevogts Küstengemälde werden aus naturwissenschaftlicher Perspektive im Landesmuseum Mainz unter die Lupe genommen.

Sand ist der Ausgangspunkt für das Gespräch zwischen der Kuratorin Karoline Feulner und der Geowissenschaftlerin Kirsten Grimm. Gemeinsam nehmen sie Küstengemälde des bekannten Malers Max Slevogt zum Ausgangspunkt, um Sand und Dünen aus kunsthistorischer und naturwissenschaftlicher Perspektive zu analysieren. Die Veranstaltung ist die zweite Etappe des Winterprogramms „Es blaut die Nacht“ im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Am Mittwoch, 9. Januar, wagen Karoline Feulner, Kuratorin der aktuellen Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“, und Kirsten Grimm, Geowissenschaftlerin von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), in einem gemeinsamen Gespräch einen „anderen Blick“ auf die Kunstwerke Slevogts.

Bei dem Gespräch inmitten der Ausstellung vermitteln sie die neuesten Forschungsergebnisse der Kunstgeschichte und beantworten Fragen der Besucher aus geowissenschaftlicher Perspektive, heißt es in der Ankündigung. Neben den in der Sonderschau gezeigten Werken, die Sand, Meer und Dünen eindrücklich in Szene setzen, werden auch Slevogts Darstellungen der Pfälzer Landschaften thematisiert.

In Noordwijk malte Slevogt nur sechs Gemälde, von denen in Mainz nun erstmals wieder vier gemeinsam präsentiert werden. Noch kurz vor der Eröffnung im Oktober 2018 sei ein bislang verschollen geglaubtes Gemälde aufgetaucht, freut sich Kuratorin Karoline Feulner. „Dass wir diese Gemälde mit dem für Slevogt so seltenen Sujet zeigen können, ist ein absoluter Glücksfall.“ Denn Slevogt gilt als reisefaul. Bekannt ist Slevogt in erster Linie für seine pfälzischen Landschaften, die er in unzähligen Lichtstimmungen festhielt. „Von den etwa 1200 Gemälden Slevogts widmen sich nur sehr wenige dem Wasser oder Meer“, sagt Feulner.

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