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Seligenstadt ist die einzige Stadt im Kreis Offenbach, zu der keine S-Bahn fährt. 

Seligenstadt

Seligenstadt will Anschluss ans S-Bahn-Netz

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Seligenstadt ist die einzige Stadt im Kreis Offenbach, zu der keine S-Bahn fährt. Eine Verlängerung der ins Auge gefassten Regionaltangente Süd könnte das ändern.

Wer in Seligenstadt wohnt, braucht verkehrstechnisch starke Nerven, wenn er nach Frankfurt oder Offenbach kommen will: Mit dem Auto fährt er über die Autobahn 3 fast täglich in den Stau, mit dem Zug muss er erst nach Hanau, um dort in die S-Bahn einzusteigen. Das muss sich ändern, meint die Stadt Seligenstadt, und pocht darauf, dass die 23 000-Einwohner-Kommune durch eine verlängerte Regionaltangente Süd endlich ans S-Bahn-Netz angebunden wird.

Auch wenn es wohl 15 Jahre dauern wird, bis die Planungen abgeschlossen sind – zumindest auf dem Papier hat die gewünschte südliche S-Bahn-Tangente schon Gestalt angenommen: Vom Frankfurter Flughafen aus würde sie über Frankfurt, Offenbach, Obertshausen und Rodgau-Weiskirchen nach Froschhausen, Seligenstadt und Mainhausen führen. Ganz neu ist die Idee nicht. Der Kreis Offenbach hatte vor zweieinhalb Jahren schon eine Machbarkeitsstudie für eine zusätzliche südmainische Tangentialverbindung in Auftrag gegeben – allerdings nur mit einer Kernstrecke bis Rodgau.

Die Seligenstädter fühlen sich vom Rhein-Main-Gebiet abgehängt. Aktuell ist ihre S-Bahn-Fahrt nämlich in Rodgau-Weiskirchen vorbei. Dort zweigt die S1 nach Süden ab und erschließt sämtliche Rodgauer Stadtteile.

Skizze der Regionaltangente Süd mit der Verlängerung nach Seligenstadt und Mainhausen-Zellhausen.

Ein Fachgespräch am Freitag machte nun klar, dass sich die Stadt mit ihrer Forderung nach einem Anschluss durchaus Hoffnungen machen kann. Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main, der RMV, der Kreis Offenbach und die IHK befürworteten die Idee, erklärte der Landtagsabgeordnete René Rock (FDP), der als gewählter Vertreter der Stadt im Planungsverband der Regionalversammlung sitzt. Die Stadt Offenbach unterstütze die Idee ebenfalls, wenn die primäre Trasse über den Offenbacher Hauptbahnhof führe.

Seligenstadt müsse jetzt „hier“ schreien, sagte Rock. Der Fernbahntunnel von Frankfurt-Niederrad über den Hauptbahnhof bis zum Kaiserlei sei in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen, mit dessen Bau gebe es dann freie Kapazitäten für den Regionalverkehr – und eben diese südmainische Variante. Bürgermeister Daniell Bastian (FDP) rechnete vor: Mit der Verlängerung der Südtangente könnten rund 35 000 Einwohner an Frankfurt angeschlossen werden.

Die Strecke könne von Rodgau-Weiskirchen aus in großen Teilen an der A3 entlang nach Froschhausen geführt werden. In Seligenstadt würde die S-Bahn nicht in die Ortsmitte einfahren, sondern an der Umgehungsstraße haltmachen und das geplante Neubaugebiet „Am Westring“ anbinden. Kurz nach Seligenstadt würden die S-Bahnen auf der Trasse der Odenwaldbahn fahren und in Mainhausen halten. Dafür müssten dort Ausweichgleise gelegt werden, weil die Strecke eingleisig ist.

Für die Trassenverlängerung nach Seligenstadt seien „keine wesentlichen Hindernisse sichtbar“, es müssten nur wenige Kilometer ausgebaut werden, sagte Rock. Nur ein Brückenbauwerk sei nötig, „weil wir auf die andere Seite der B45 kommen müssen“.

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