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Das Stellwärterhäuschen an der Einfahrt zur neuen Wohnanlage bleibt erhalten.
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Das Stellwärterhäuschen an der Einfahrt zur neuen Wohnanlage bleibt erhalten.

Oberursel

Sechs Häuser am Gleis

Investor zu Schallschutz in neuer Wohnanlage verpflichtet.

Die Fläche westlich des Stellwärterhäuschens in Oberursel, zwischen U- und S-Bahn, ist das sogenannte Gleisdreieck. Hier will der Investor Wilma Wohnen Süd RM eine Wohnanlage mit sechs Häusern errichten. 67 Wohnungen sollen so auf dem rund 5900 Quadratmeter großen Areal entstehen. 15 der 67 Wohnungen, so wurde mit dem Investor vereinbart, sollen zu einem Mietpreis von 9,40 Euro pro Quadratmeter an den Markt gehen.

Um die Planungen vorantreiben zu können, muss aber erst einmal der dazugehörige Bebauungsplan „Nassauer Straße 1“ in trockene Tücher gebracht werden. Die Stadt hat nun einen Entwurf vorgelegt. Sollte die Stadtverordnetenversammlung ihm zustimmen, kann der B-Plan im Januar oder Februar in die Offenlage gehen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bezeichnet das Projekt als „ein wichtiges Bauvorhaben für die Stadt“. Die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und nicht weit von der Innenstadt entfernt sei für eine Wohnbebauung sehr attraktiv, zumal ja auch angedacht sei, den Radschnellweg, der von Friedrichsdorf kommend über Oberursel nach Frankfurt führt, hier vorbeilaufen zu lassen.

Etwas schwieriger stellt sich dagegen die Anbindung des Autoverkehrs da. Denn einen Anschluss an die Nassauer Straße soll es nicht geben. Der Bahnübergang an der Adenauerallee wird für den Autoverkehr geschlossen, um den Knotenpunkt nicht zu überlasten, wenn erst der Anschluss an die Weingärtenumgehung erfolgt ist. Daher kann die vorgesehene Tiefgarage für die neue Wohnanlage nur von Süden her über die Frankfurter Landstraße erreicht werden. Für Fußgänger und Radfahrer wird der Bahnübergang allerdings passierbar bleiben.

Ohnehin gibt es Befürchtungen, dass die Weingärtenumgehung ein Knackpunkt für das Bauvorhaben sein könnte. Es sei nicht auszuschließen, dass die neuen Bewohner wegen der zu erwartenden Lärmbelastung juristisch gegen den Anschluss vorgehen. Diese Gefahr sieht Bürgermeister Brum aber nicht. „Das haben wir rechtlich prüfen lassen“, sagt er. Zum einen würde jeder Mieter auf die Pläne hingewiesen, zum anderen habe man mit dem Investor einen Durchführungsvertrag geschlossen, wonach dieser sich verpflichtet, die Schallschutzwerte zu jeder Tages- und Nachtzeit einzuhalten. Entsprechend würden die Gebäude so ausgerichtet, dass zur Straße hin möglichst wenige Gebäudeöffnungen sind. Balkone und Loggien sind abseits der Schienen geplant.

Städtebaulich sind fünf Gebäude mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss vorgesehen sowie ein Gebäude mit sieben Vollgeschossen plus Staffelgeschoss. Im begrünten Außengelände sollen Spielplätze und Terrassen Platz finden. Der Baumbestand im Westen kann zumindest teilweise erhalten bleiben, soll aber später durch Anpflanzungen zwischen den Gebäuden ergänzt werden.

Das Stellwärterhäuschen direkt an der Einfahrt zur neuen Wohnanlage wird übrigens erhalten bleiben. Es steht unter Denkmalschutz und wird derzeit vom Internationalen Verein Windrose genutzt.

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