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Der demolierte Zug.
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Der demolierte Zug.

Gießen

Schweres Zugunglück in Großen-Buseck

Im Gewerbegebiet von Großen-Buseck im Kreis Gießen ist ein Lastwagen mit einem Personenzug zusammengestoßen. 13 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.

Bei einer Kollision auf einem Bahnübergang im mittelhessischen Großen-Buseck sind 13 Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Ein mit rund 30 Fahrgästen besetzter Regionalzug krachte dort am Dienstagmorgen gegen den Anhänger eines Lastwagens, der noch auf den Gleisen stand. Der Lokführer wurde in seinem Triebfahrzeug eingeklemmt und musste von Rettern befreit werden, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. Er kam lebensgefährlich verletzt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Die Zugbegleiterin erlitt schwere Verletzungen. Elf Fahrgäste wurden leicht verletzt. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser.

Der Lkw-Fahrer soll laut ersten Zeugenaussagen trotz eines Rückstaus den Bahnübergang befahren haben. Er sei auf den Gleisen zum Stehen gekommen, weil ein Lastwagen vor ihm abgebremst habe, berichtete der Sprecher weiter. Dann hätten sich die Schranken geschlossen. Der Mann blieb bei dem Unfall bis auf einen Schock unverletzt - ein Zeuge hatte ihn noch warnen und er noch rechtzeitig sein Fahrzeug verlassen können.

Der Lokführer hatte nach Angaben des Sprechers keine Chance, seinen Zug rechtzeitig zu stoppen. Der Bahnübergang sei nur etwa 200 Meter weit einzusehen, Züge dürften an der Stelle bis zu 100 Stundenkilometer schnell fahren. Der Zug sei erst 300 Meter nach der Kollision zum Halten gekommen. Der Anhänger sei völlig zerfetzt worden. Einen technischen Defekt schloss die Bundespolizei nach den bisherigen Erkenntnissen aus. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.

Für die Bergungsarbeiten wurde der Abschnitt der Bahnstrecke Gießen-Alsfeld (Vogelsbergbahn) bei Großen-Buseck gesperrt und Ersatzbusse eingesetzt. Nach Angaben der Hessischen Landesbahn pendelten die Busse zwischen Großen-Buseck und Reiskirchen. An dem Bahnübergang in einem Gewerbegebiet ist es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Zusammenstößen zwischen Zügen und Lastwagen gekommen. „Das ist der dritte Unfall innerhalb von sechs Jahren“, sagte Bürgermeister Dirk Haas (SPD) dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH. Die Gemeinde habe bereits mehrfach mit der Deutschen Bahn über alternative Zuwege gesprochen, doch die Vorschläge seien nicht angenommen worden. Ein Bahnsprecher konnte dazu keine Angaben machen und sagte, der Fall werde nun aufgearbeitet. Zuletzt hatte es an der Stelle 2013 einen Unfall mit 26 Verletzten gegeben.

Einen weiteren schweren Zwischenfall im Bahnverkehr gab es am Dienstagmorgen an einem S-Bahnhof in Frankfurt, wo eine Frau von einem ausfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt wurde. Die Identität der Getöteten sei zunächst nicht geklärt, teilte die Bundespolizei mit. Zwei Gleise an dem Bahnhof im Stadtteil Höchst wurden für die Bergungsarbeiten rund zwei Stunden lang gesperrt. 43 Züge verspäteten sich. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. (dpa)

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