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Zu schweres Mathe-Abi?

Anders als in anderen Bundesländern hat das Mathe-Abitur in Hessen offenbar keine größere Verärgerung bei Schülern ausgelöst.

Bisher sind keine Proteste wegen des Mathe-Abiturs in Hessen bekannt, sagte Vize-Landesschulsprecherin Lou-Marleen Appuhn am Montag der Deutschen Presse-Agentur. In zahlreichen Bundesländern hatten sich Schüler über den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben beschwert und mit Online-Petitionen an ihre Kultusministerien gewandt.

Beim Mathe-Abi handelt es sich um keine bundesweit zentrale Prüfung. Es gibt in den Ländern eine Mischung aus landesspezifischen und einheitlichen Aufgaben. Dafür können sich die Länder aus einem bundesweiten Pool bedienen.

Nach Einschätzung der im Hessischen Philologenverband organisierten Mathe-Lehrer waren die Leistungsanforderungen im Landesabitur angemessen. Es habe keine besondere Herausforderungen oder erschwerte Prüfungen gegeben, teilte der Verband am Montag mit. In Mathematik sei jedoch die Tendenz weg vom Rechnen hin zu textlastigen Bearbeitungen zu beobachten.

In Berlin forderte am Montag der Verband Bildung und Erziehung (VBE) eine bundesweite Überprüfung. "Man muss die Kritik ernst nehmen", sagte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Die Beschwerden seien auch vor dem Hintergrund der bundeseinheitlichen Poolaufgaben zu sehen. Ein gemeinsamer Aufgabenpool stand den Ländern erstmals 2017 in Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch zur Verfügung. (dpa)

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