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Hanau

In der Schweinehalle fing es an

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Vor 25 Jahren ist der Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation gegründet worden. Seit acht Jahren ohne eigenen Club, aber dennoch mit vielen Aktivitäten.

Der frühere Traum der einstigem Macher im Kulturverein spiegelt sich noch bis heute im Namen wider. Die alte Pumpstation an der Philippsruher Allee als Stätte für ein sozio-kulturelles Angebot aus Musik, Theater und Literatur blieb aus baulichen Gründen trotz mehrerer Versuche unerreicht. Am 2. Oktober 1992 konstituierte sich der Trägerverein; schon bald kam man stattdessen im ehemaligen Schlachthaus unter. Der Verein stellt bis heute ein Programm für junge Leute und Junggebliebene auf die Beine - jedoch als Gastgeber ohne eigene Location. Demnächst wird der Verein, der sich jüngst den Namenszusatz „KUZ Hanau“ gegeben hat, eine Galerie am Hafentorplatz eröffnen, um regionalen Künstlern ein Forum zu bieten - ein ureigenes Anliegen.

Über die zweieinhalb Jahrzehnte ist der Verein erwachsener geworden. Geschichte ist die wilde Zeit der Schweinehalle, auf deren Gelände heute das Einkaufszentrum Postcarreé steht. Lucas Schobert, langjähriges Mitglied, ist als freier Mitarbeiter für die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Unterstützt wird er bei Veranstaltungen von einem motivierten Team ehrenamtlicher Helfer aus dem 120 Mitglieder starken Verein, dessen junger Vorstand von Melanie Viel geführt wird.

Das Büro befindet sich seit acht Jahren im neu gebauten Jugendbildungs– und Kulturzentrum Hans-Böckler-Haus der Stadt. Im Jubikuz kann auch der Saal genutzt werden. Er bildet die räumliche Basis. „Es ist ein toller Raum. Wir sind darüber sehr froh und dankbar“, sagt Schobert. Aber da es mehrere Mitnutzer gebe, sei stets Abstimmung nötig, und ob dieser Lage sei um 24 Uhr Schluss.

Jubikuz als Basis

„An einem eigenen Club sind wir immer noch interessiert“, so Schobert. Doch es müsste eine dauerhafte und finanziell vertretbare Lösung sein. Denn ein Provisorium wie die Schweinehalle, die zuletzt nur mit Sondergenehmigungen geöffnet werden konnte, oder die Nachfolge-Location „Halle 2“ in Großauheim, deren Betriebskosten dem Verein fast die Substanz aufgefressen hätten, scheide aus. „Der Verein und die Stadt haben kein Geld“, erläutert Lucas Schobert die Situation.

Nach dem Ende der „Halle 2“ sei aus der Not eine Tugend gemacht worden. Neben dem Jubikuz werde mit den von Vereinen geführten Lokalen „Brückenkopf“ und „Schnurtraxx“ sowie dem Off-Location-Club „Library“ kooperiert. „Unsere Leuchttürme sind das Bürgerfest, wo wir das Zelt mit dem größten Programm betreiben, und das Lamboyfest, auf dem wir mittlerweile mit zwei Bühnen vertreten sind“, sagt Schobert. Einerseits sei es gut, mit Veranstaltungen über die ganze Stadt verteilt zu sein, andererseits leide die Außenwahrnehmung fürs KUZ Hanau, weil die Leute zumeist den Veranstaltungsort als Veranstalter sähen.

Mit der Galerie für Kunst und Begegnung am Hafentorplatz wird sich dies etwas ändern. Zurzeit renovieren die Vereinsmitglieder die ehemaligen Räume des Bosnischen Vereins. Voraussichtlich Ende Oktober wird dort die erste Ausstellung gezeigt, Konzertfotografien aus Hanau und Umgebung, so Schobert.

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