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Corona-Regeln

Schulen in Hessen bleiben trotz Lockdown geöffnet

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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In Hessen beginnt am Mittwoch der harte Lockdown, die meisten Geschäfte müssen schließen. An Weihnachten gelten Sonderregeln.

Die Präsenzpflicht in den Schulen ist von Mittwoch an aufgehoben, Kita-Kinder sollten daheim betreut werden. Geschäfte, inklusive Friseure, machen dicht. Ausgenommen davon ist der Handel von Lebensmitteln und anderem täglichen Bedarf.

Hessen geht ein zweites Mal in den harten Lockdown. Angesichts der angespannte Situation in den Kliniken und Pflegeheimen sowie der steigenden Zahl Corona-Toter sollen die Menschen ihre Kontakte noch stärker einschränken. Zwei Tage gibt die Landesregierung den Geschäftsleuten und Familien Zeit, sich auf die neuen Härten vorzubereiten, die zunächst einmal bis zum 10. Januar befristet sind.

Auch danach werde nicht alles gut sein, räumte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag nach dem Gespräch der Ministerpräsident:innen mit der Kanzlerin ein. Doch die beschlossenen Schritte hätten laut wissenschaftlichen Berechnungen das Potenzial, den Anstieg der Infektionszahlen zu bremsen.

Am 5. Januar will die Bund-Länder-Runde Bilanz ziehen, ob der gewünschte Effekt tatsächlich eingetreten ist. Stellten sich die gewünschten Erfolge ein, werde das öffentliche Leben vorsichtig und „Stück für Stück“ wieder hochgefahren. „Wir müssen mit dem Virus leben.“

Hessens Schulen bleiben also bis Freitag geöffnet, doch Schüler und Schülerinnen müssen ab Mittwoch nicht mehr hin. Am Wochenende beginnen ohnehin die Weihnachtsferien, erster Schultag wäre der 11. Januar. Für die Kindertagesstätten gebe es kein „Betretungsverbot“, betonte Bouffier. „Aber die Kinder sollten möglichst zu Hause bleiben.“

Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist ab Mittwoch hessenweit untersagt. Bei Treffen mit Freunden bleibt es bei zwei Hausständen mit maximal fünf Erwachsenen plus Kinder. Für die Weihnachtszeit gibt es Sonderregeln.

Aus Rücksicht auf den gesetzlichen Schutz der eigenen Wohnung belässt es Hessen weiterhin bei einer „dringlichen Empfehlung“: Vom 24. bis 26. Dezember kann der eigene Hausstand mit bis zu vier Personen aus vier verschiedenen Hausständen das Fest begehen. Der enge Familienkreis sollte es sein, sagte Bouffier – Geschwister, Eltern, Kinder. Die dürfen auch in Hotels übernachten. Der Besuch des Weihnachtsgottesdiensts soll möglich sein. „Wir sprechen darüber in den nächsten Tagen mit den Kirchen.“ Für diese Zeit stellte der Ministerpräsident eine Lockerungen der Ausgangssperren in den Regionen mit sehr hohen Inzidenzen in Aussicht.

Der Jahreswechsel 2021 wird eine außergewöhnlich ruhige und intime Angelegenheit. Für Silvester bleibt es bei fünf Erwachsenen aus zwei Haushalten. Der Verkauf von Böllern und Pyrotechnik ist verboten, um die stationäre Versorgung nicht durch zusätzliche Verletzte zu belasten. „Die Situation in den Kliniken ist äußerst angespannt.“

Besuche in Pflegeheimen sollten, wenn irgendwie möglich, stattfinden können, sagte der Ministerpräsident. Er gehe davon aus, dass die FFP2-Masken und Schnelltests in den Einrichtungen jetzt angekommen seien. Die Testung des Pflegepersonals werde intensiviert. „Die Lage in den Altenheimen ist besonders kritisch. Es gibt ein hohes Infektionsgeschehen, viele sterben.“

Am Montag will das hessische Corona-Kabinett die für den zweiten harten Lockdown notwendigen Beschlüsse fassen. Über die dann geklärten Details werde er „zeitnah“ berichtet, sagte Bouffier. Man könne nicht länger abwarten, das Virus drohe außer Kontrolle zu geraten. „Jetzt kommt es auf jeden Einzelnen an.“

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