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Die Schulen in Neu-Isenburg – wie hier die Goetheschule – sind schon mit Glasfaser versorgt.
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Die Schulen in Neu-Isenburg – wie hier die Goetheschule – sind schon mit Glasfaser versorgt.

Kreis Offenbach

Schnelles Internet für die Schulen im Kreis Offenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Gigabit für alle – besonders für die Schulen: Das Land schießt dem Kreis Offenbach 5,6 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zu.

Die guten Nachrichten zuerst: Das Land hat rund 5,6 Millionen Euro für den Gigabit-Ausbau im Kreis Offenbach zur Verfügung gestellt, die hauptsächlich für die Digitalisierung der Schulen gedacht sind. Seit Ostern sind die Schulen auch schon komplett mit WLAN ausgestattet. Die schlechten Nachrichten: Vor September kann mit dem Glasfaserausbau nicht begonnen werden, und es dauert bis Ende 2022, bis alle Schulen schnelles Internet haben werden. Die digitale Präsentationstechnik für den Unterricht lässt wegen eines Rechtsstreits auch noch auf sich warten.

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) überreichte den Förderbescheid für die rund 5,6 Millionen Euro am Donnerstag virtuell an Landrat Oliver Quilling (CDU).

Glasfaserausbau im Kreis Offenbach dauert bis Ende 2022

„Nur wo ein Marktversagen vorliegt, dürfen öffentliche Gelder fließen“, erklärte Quilling bei der virtuellen Übergabe. Heißt im Klartext: Der Staat darf nur in den Gebieten Zuschüsse geben, wo Internetanbieter nicht von sich aus Glasfaserkabel verlegen, weil sich der Ausbau für sie nicht rentiert. Der Kreis Offenbach habe deshalb schon vor drei Jahren ein Markterkundungsverfahren durchgeführt, so der Landrat, um zu eruieren, welche Schulen noch nicht über einen Gigabit-Anschluss verfügen. Dann wurde die Leistung ausgeschrieben.

Breitbandausbau im Kreis Offenbach in Zahlen

72 Schulen, ein Krankenhaus, 347 Haushalte und 76 Gewerbebetriebe im Kreis Offenbach sollen Glasfaseranschlüsse erhalten.

Im Kreis Offenbach gibt es insgesamt 87 staatliche und fünf private Schulen. Kleinere Grundschulen mit maximal zehn Klassen benötigen laut Landrat Oliver Quilling (CDU) keine Gigabit-Anbindung, weil die vorhandenen Kapazitäten ausreichen.

Die Neu-Isenburger Schulen haben schon schnelles Internet, da die Stadt komplett mit Glasfaser versorgt ist. Auch in Mainhausen gibt es schon Gigabit-Leitungen, die aber erst noch freigeschaltet werden müssen.

187 Kilometer Glasfaser können beim Breitbandausbau im Kreis in vorhandene Rohre verlegt werden. Zusätzlich sind 145 Kilometer Tiefbau notwendig.

Rund 14 Millionen Euro kostet der Ausbau im Kreis Offenbach. Sieben Millionen kommen vom Bund, 5,6 Millionen vom Land, 1,4 Millionen trägt der Kreis selbst. ann

Welcher Internetanbieter den Zuschlag erhalten hat, konnte der Landrat am Donnerstag nicht bekanntgeben. Das Vergabeverfahren sei zwar abgeschlossen, und der „Sieger“ stehe fest, doch der Kreis Offenbach müsse eine Vier-Wochen-Frist einhalten, in der Mitbewerber noch Einspruch einlegen können. Erst danach können die Bauarbeiten beginnen. „Das wäre im September“, so Quilling. Das Projekt dauert bis Ende 2022. „Das lässt sich nicht beschleunigen, weil gebaut werden muss“, erklärte er.

Digitaltafeln in den Schulen liegen auf Eis

Nicht nur die Schulen profitieren vom Breitbandausbau, sondern auch einige private Haushalte – auch wenn laut Ministerin schon 96,6 Prozent der Haushalte im Kreis Offenbach mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde surfen können. Die restlichen Anwesen, die im Außenbereich liegen, erhalten nun einen Glasfaser-Hochleistungszugang. Das trifft auch auf 76 Gewerbebetriebe zu – zum Beispiel Gärtnereien mit Wohngebäuden oder kommerzielle Reiterhöfe.

Insgesamt 2800 Access Points wurden verbaut, um sämtliche Schulen im Kreis mit WLAN auszuleuchten. Im Herbst erhielten mehr als 5000 der 42 000 Schülerinnen und Schüler Laptops für das Homeschooling – nachdem der Bedarf abgefragt wurde. Vor drei Wochen kamen schließlich 3000 Laptops für die Lehrer:innen an. Die Schulen konnten sich auch aussuchen, ob sie für den Unterricht digitale Tafeln oder Beamer und Dokumentenkameras haben wollen. Das Unternehmen Ekom21 kaufe für alle Schulträger in Hessen die Geräte ein, so der Landrat. Ein Mitbewerber habe das Vergabeverfahren aber angefochten, die Vergabekammer müsse die Vergabe deshalb prüfen. „Wir warten wöchentlich darauf“, so der Landrat.

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