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Der Ausbau mit Glasfaserkabeln beginnt im November in Rödermark. Foto: Sophie Schüler
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Der Ausbau mit Glasfaserkabeln beginnt im November in Rödermark.

Breitbandausbau

Schneller surfen an 72 Schulen im Kreis Offenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Von November an verlegt eine Bietergemeinschaft 360 Kilometer Glasfaserkabel im Kreis Offenbach, um 72 Schulen gigabitfähig zu machen.

Die Schulen im Kreis Offenbach werden zukunftsfähig gemacht. Im November erfolgt der Startschuss für die Versorgung mit Glasfaserkabeln, die schnelles Internet ermöglichen. 14 Millionen Euro wird der Breitbandausbau im Kreis Offenbach kosten, der neben den Schulen auch einige Bereiche mit geringen Datenübertragungsraten, sogenannte weiße Flecken, erschließt. Die Hälfte kommt vom Bund, rund 5,6 Millionen steuert das Land bei. Für den Kreis Offenbach bleiben rund 1,4 Millionen Euro.

Zwei regional ansässige Unternehmen werden 72 Schulen, die Asklepios-Klinik Seligenstadt sowie 76 Unternehmen und 347 Haushalte im Außenbereich mit schnellem Internet versorgen: Die Firma Klenk & Sohn GmbH aus Modautal und die Entega Medianet GmbH aus Darmstadt haben sich zur PEB Breitband GmbH & Co. KG zusammengeschlossen und als Bietergemeinschaft die mehrjährige europaweite Ausschreibung gewonnen.

Voraus ging ein Markterkundungsverfahren, mit dem der Kreis eruierte, in welchen Gebieten Marktanbieter aus Rentabilitätsgründen wohl kein Glasfaser verlegen werden. Diese Technologie ermöglicht aktuell Bandbreiten von einem Gigabit – das sind 1000 Megabit (Mbit) pro Sekunde. Künftig könnten sogar bis zu 10 000 Mbit pro Sekunde erreicht werden, blickte Christoph Busch, einer der zwei Geschäftsführer von Entega Medianet, voraus.

Die PEB Breitband verlegt insgesamt 360 Kilometer Glasfaserkabel im Kreis Offenbach. „Wir beginnen mit den Schulen, um diese möglichst schnell mit den notwendigen Bandbreiten zu versorgen“, erklärte Landrat Oliver Quilling (CDU). Die 72 Schulen lägen oft in Randbezirken oder in reinen Wohngebieten, wo noch konventionelle Kupferkabel unter der Erde liegen. Deren Kapazität reicht für den Onlineunterricht mehrerer Schulklassen kaum aus. Der Startschuss zum Glasfaserausbau erfolgt in Rödermark, „weil dort nur wenig Tiefbauarbeiten notwendig sind“, so Sebastian Jacobs, Geschäftsführer von Klenk & Sohn.

Haushalte partizipieren

Welche Schulen dann im Frühjahr in Angriff genommen werden, steht laut Landrat noch nicht fest. Weiterführende Schulen hätten auf jeden Fall Vorrang, weil diese mehr Klassen hätten und damit auch mehr Bandbreite benötigten als Grundschulen, sagte Quilling. Pro Klassenzimmer rechne man mit 30 Mbit. Seit Ostern sind sämtliche Schulen auch schon mit WLAN versorgt.

Die Planungsphase für den Gigabitausbau wird Mitte 2022 abgeschlossen sein. Mitte 2023 wollen die beiden Unternehmen „mit den Tiefbauarbeiten durch sein“, so Busch, im Dezember 2023 sollen die letzten Anschlüsse gelegt sein. Die meisten Glasfaserkabel werden laut Busch im Raum Seligenstadt verlegt.

Die PEB Breitband GmbH wird auch Vorkapazitäten für anliegende Gebäude schaffen. „Wir machen dann publik, dass auch Haushalte an unserem Glasfaserausbau partizipieren können“, sagte Jacobs. Die Bürger und Bürgerinnen werden dann verschiedene Flatrates von 300 bis 1000 Mbit wählen können – plus eine Dreifachflat aus Ökostrom, Telefon und Internet.

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