Gesundheitswesen

Schnelle Hilfe für Kliniken in Hessen zugesagt

  • schließen

Hessens Ministerpräsident Bouffier versichert Krankenhäusern finanzielle Unterstützung. SPD und Linke sind für eine Reaktivierung von Personal.

Krankenhäuser können angesichts der Coronakrise mit mehr Geld rechnen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte am Sonntagabend nach Gesprächen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder: „Dass die Krankenhäuser mit mehr Finanzmitteln ausgestattet werden, ist unstrittig.“ Entscheidend sei, „dass die Krankenhäuser, die wir jetzt brauchen, nicht in die Insolvenz geraten.“

SPD und Linke hatten die Landesregierung am Wochenende aufgefordert, die Krankenhäuser zu unterstützen. Das Land müsse in Vorlage treten, wenn die Klinken Soforthilfe benötigten und die versprochene Hilfe vom Bund noch nicht eingetroffen sei, forderten die hessishen Fraktionsvorsitzenden Nancy Faeser (SPD) und Janine Wissler (Linke) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Krankenhäuser stünden enorm unter Druck, schrieben die beiden Oppositionspolitikerinnen. „Einerseits brechen ihnen durch die Absage von nicht dringend erforderlichen Operationen und Behandlungen die Einnahmen weg, andererseits explodieren die Kosten durch die Vorbereitung auf eine große Zahl an Covid-19-Patienten.“ Zum anderen müsse die Zahl der Intensivbetten aufgestockt werden, die Preise für Schutzausrüstung seien „ins Absurde gestiegen“ und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten unzählige Überstunden, die bezahlt werden müssten.

Faeser und Wissler regten an, frühere Pflegerinnen und Pfleger, die sich umorientiert hätten, zu reaktivieren. Auch der Einsatz von Fachkräften aus medizinnahen Berufen sei zu prüfen. Faeser und Wissler sprachen sich dafür aus, „dass diejenigen, die das nötige Wissen und die körperlichen Voraussetzungen haben, die Möglichkeit bekommen, in der stationären Pflege mitzuhelfen“. Hierfür zeigte sich Bouffier offen. Eine entsprechende Anordnung des Bundes sei im Gespräch.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare