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Hier entsteht ein Funktionsgebäude für die Gastronomie, mit Platz für eine Lüftungsanlage und Müll.
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Hier entsteht ein Funktionsgebäude für die Gastronomie, mit Platz für eine Lüftungsanlage und Müll.

Schloss Philippsruhe in Hanau

Schloss soll kulinarische Topadresse werden

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Das Gastronomie-Ensemble in Schloss Philippsruhe in Hanau soll nach vielen Verzögerungen bis November fertig sein.

Die Zuversicht ist groß: Wenn alles fertig ist, soll Schloss Philippsruhe eine erstklassige Adresse für Gastronomie und Veranstaltungen sein - und das Potenzial des im 18. Jahrhundert erbauten Barockschlosses endlich ausgeschöpft werden, hoffen OB Claus Kaminsky und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (beide SPD). Sie vertrauen auf den laufenden Umbau und das neue Konzept von Gastronom Thorsten Bamberger, der nach vielen Hürden sagt: „Ich bin froh, wenn die Bauarbeiten endlich beendet sind und wir unseren Gästen für private oder Firmenevents das volle Raumangebot zur Verfügung stellen können.“

Jetzt ist ein Ende der Arbeiten absehbar, die der Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) zusammen mit Bamberger durchführt: Das gesamte Gastronomie-Ensemble aus Schlossterrasse, Schlossstube mit Tagungsraum, Restaurant im Schlossgewölbe mit Biergarten am Main und dem Weißen Saal soll bis kommenden November fertig sein. Die Stube ist seit Mai geöffnet, die Terrasse wurde in den vergangenen zwei Jahren bereits bewirtschaftet. In den anderen Räumen wird noch saniert, der Biergarten dürfte 2017 somit kaum zur Geltung kommen.

Eigentlich sollte das Ensemble das Schloss schon lange aufwerten. Nachdem Bamberger, der auch den Culture Club in Hanau-Wolfgang betreibt, Anfang 2014 als neuer Pächter vorgestellt wurde, sollten die Arbeiten nur wenige Monate dauern. Aber weil ein Teil der Substanz marode war, der Denkmalschutz hohe Anforderungen stellt und Arbeiter auf archäologisch bedeutsame Funde stießen, zieht sich alles in die Länge. Der Eigenbetrieb investiert etwa sechs Millionen Euro in das Schloss, Bamberger mehr als 400 000 Euro.

Derzeit wird auch neben der Außentreppe zum Main gearbeitet, wo ein mit Stahl verkleidetes Funktionsgebäude für die Ga-stronomie entsteht. Darin werden sich die Müllcontainer und eine Lüftungsanlage für die unterirdisch gelegene Küche und den Gewölbekeller befinden. Dass der Müllplatz an den Main verlegt wird, stelle kein Problem für die Umwelt dar, teilt die Stadt mit; die Fachbehörden hätten dies bestätigt. Das Gebäude bestehe aus einem massiven, abgeschlossenen Baukörper. Die frühere Sammelstelle im Schlosshof, die den Blick auf den Main versperrte, wird aufgelöst.

Altes Gewölbe entdeckt

Neben der Treppe wurde bei Erdarbeiten kürzlich ein altes Gewölbe entdeckt: „Es handelt sich um einen Entwässerungskanal aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, sagt Sabine Küppers von der Bodendenkmalpflege. Im März hatten die Archäologen vor dem Gewölbekeller die Mauer des sogenannten Langen Gartens aus den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts gefunden. Dieser verlief einst über die gesamte Länge der Stützmauer am Main und war mit Zierobstbäumen und Weinstöcken bepflanzt. „Alle Funde werden dokumentiert und dann wieder mit Erde zugeschüttet“, so Küppers. Die Pläne für das Funktionsgebäude seien leicht geändert worden, um die historischen Reste zu schützen. Man müsse mit weiteren Funden rechnen, sagt die Expertin.

Es könnte also zu weiteren Verzögerungen kommen. Doch es werde mit Hochdruck gearbeitet, um den angestrebten Termin einzuhalten. Und wenn das Gastronomie-Ensemble fertig ist, soll ihm die Mischung zum Erfolg verhelfen: Auf der Terrasse - die einen schönen Blick auf den Main bietet – und in der modern eingerichteten Schlossstube gibt es Snacks, Pasta, Salate, Süßes und Drinks an einer großen Bar. Im gemütlich-edlen Gewölbekeller wird ein À-la-carte-Restaurant eröffnen, und im festlichen Weißen Saal, wo für 200 Gäste Platz ist, werden individuelle Menüwünsche erfüllt.

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