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Schaulustige stehen bei einer Öffnung der Schleuse in Bad Karlshafen.

Bad Karlshafen

Schleuse von Hessens nördlichstem Hafen fertig

Die umstrittene Reaktivierung des historischen Stadthafens im nordhessischen Bad Karlshafen ist fast beendet. Der Bau der Schleuse zur Weser sei abgeschlossen, sagte Bürgermeister Marcus Dittrich (parteilos).

Die umstrittene Reaktivierung des historischen Stadthafens im nordhessischen Bad Karlshafen ist fast beendet. Der Bau der Schleuse zur Weser sei abgeschlossen, sagte Bürgermeister Marcus Dittrich (parteilos). Bei der technischen Abnahme der Schleuse sei bereits das erste Boot geschleust worden. Damit sei der vom Bund geförderte Teil des Projekts beendet. Im Bau sind noch ein Schleusengebäude und Steganlagen. Der Hafen war seit den 30er-Jahren von der Weser abgeschnitten.

Im November hatte die Stadt das Becken in der Altstadt geflutet. Der Testlauf habe „ohne große Mängel funktioniert“, sagte Dittrich. Zur Wassersportsaison im Frühjahr soll der Hafen offiziell eröffnet werden. Ein Termin stehe noch nicht fest. Das Projekt in der 3600-Einwohner-Stadt kostet 6,5 Millionen Euro. Den Großteil der Summe trägt der Bund. Laut Dittrich wird der Kostenrahmen voraussichtlich eingehalten.

Trotzdem ist der Hafenbau umstritten: Der Bund der Steuerzahler sieht darin eine Steuerverschwendung. Befürworter wie Karl-Christian Schelzke, Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, betonen dagegen die historische Bedeutung der Hugenottenstadt. Der neue Hafen soll vor allem touristische Bedeutung haben. Frachtschiffe passen nicht hinein. Die hoch verschuldete Kleinstadt erhofft sich von dem Projekt eine Belebung.

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