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Blaulicht Polizei

Ermittlungen

Schlag gegen Konstrukt von Scheinfirmen in Rhein-Main

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Steuerfahnder sind an fast 40 Orten im Rhein-Main-Gebiet und im Odenwald im Einsatz. Es geht um Scheinfirmen.

Fast 200 Steuerfahnder und Polizisten haben am Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt an fast 40 Orten im Rhein-Main-Gebiet und im Odenwald zeitgleich Wohnungen und Gewerberäume durchsucht. Die Ermittler werfen 17 Personen vor, mehrere Jahre lang mittels „Scheinfirmen“ Rechnungen im Wert von mehr als 40 Millionen Euro in Umlauf gebracht zu haben, ohne die Umsatzsteuer vollständig zu erklären und abzuführen. Zugleich sollen die Empfänger der Rechnungen die Abrechnungspapiere genutzt haben, um sich unberechtigte Steuervorteile zu erschleichen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, der Sprecher der Behörde, teilte der FR mit, gegen einen 64-jährigen Frankfurter und einen 39-jährigen Offenbacher seien Untersuchungshaftbefehle vollstreckt worden. Die Männer gelten als Hauptverdächtigte und sollen vor allem über Strohleute von 2015 an eine Vielzahl von Kapitalgesellschaften – darunter Sicherheits- und Paketdienstleistungsfirmen – gegründet haben. Sobald behördliche Ermittlungen für die Verdächtigen erkennbar wurden, seien die Unternehmen von sogenannten „Firmenbestattern“, die mit gefälschten Pässen und Identitäten auftraten, wieder liquidiert worden.  

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