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Der Rhein führt weniger Wasser als sonst.

Hitze in Rhein-Main

Schiffe auf dem Trockenen

Die Anlegestellen am Rhein können nicht angefahren werden, da der Fluss wegen der anhaltenden Hitze zu wenig Wasser führt.

Das niedrige Wasser im Rhein sorgt für Probleme bei Schiffstouren. Die Primus-Linie aus Frankfurt nimmt mit Ginsheim am Altrhein einen Halt vorübergehend aus dem Programm. „Bis auf eine Anlegestelle können wir alle anfahren“, teilte die Primus-Linie mit.

Die Köln-Düsseldorfer (KD) kann vorübergehend vier Anlegestellen am Mittelrhein nicht mehr anfahren: Assmannshausen (Hessen), Kamp-Bornhofen, Rhens und Oberlahnstein (Rheinland-Pfalz). Das Wasser sei dort nicht tief genug, sagte eine Sprecherin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG. Außerdem wird die Strecke Köln-Linz in Nordrhein-Westfalen vorübergehend bis Königswinter verkürzt.

Heißer Sommer bringt auch gute Nachrichten

Die Bingen-Rüdesheimer Fahrgastschifffahrt fährt nach eigenen Angaben derzeit eine Anlegestelle nicht an. „St. Goar mussten wir streichen, weil wir dort nicht mehr anlegen können“, heißt es bei dem Unternehmen. Der Grund ist ein Sandbett, das größer geworden ist. Die Fahrrinne des Rheins sei aber tief genug. Die Bingen-Rüdesheimer zeigte sich zuversichtlich, weil für die kommenden Tage Regen angesagt ist – und die Temperaturen erträglicher werden sollen.

Der heiße Sommer bringt aber auch gute Nachrichten. Die KD freut sich über viele Gäste auf den Schiffen: „Das hat uns sehr gute Fahrgastzahlen beschert“, sagte die Sprecherin in Köln.

Der Wasserstand in Koblenz wird nach Einschätzung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in den kommenden Tagen etwas steigen, dann aber wieder zurückgehen. Nach 70 Zentimetern am Mittwoch sollte der Wasserstand am Pegel Koblenz bis Samstag auf 73 Zentimeter klettern und bis Sonntag wieder unter die 70-Zentimeter-Marke fallen, prognostizieren die Experten. (dpa)

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