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Die S-Bahnen kommen knapp voreinander zum Stehen.

Mainzer Hauptbahnhof

Technisches Versagen führte zu Beinahe-Kollision

Die Ursache für den Beinahe-Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Mainzer Hauptbahnhof ist geklärt. Nach Angaben des Eisenbahnbundesamtes hatte der Vorfall nichts mit dem Personalmangel im Mainzer Stellwerk zu tun, sondern mit technischen Mängeln an einem der Fahrzeuge.

Ursache für den Beinahe-Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Mainzer Hauptbahnhof am 1. August war ein technischer Mangel an einem der Fahrzeuge. Zu dieser Bewertung kommt das Eisenbahnbundesamt (Eba) nach einer Untersuchung des Vorfalls. „Anhaltspunkte für Fehler im Betrieb liegen indes nicht vor“, teilte das Eba mit.

Damit sind Spekulationen ausgeräumt, der Beinahe-Crash könnte mit dem bald danach offensichtlich gewordenen Personalmangel im Mainzer Stellwerk zu tun gehabt haben. Weil im August rund die Hälfte der Fahrdienstleiter gleichzeitig im Urlaub oder krank waren, setzte die Bahn einen Notfahrplan auf. Wochenlang war die Landeshauptstadt vom Fernbahnverkehr nahezu abgeschnitten, 40 Prozent der Regionalzüge fielen aus. Die Bahn-Oberen versprachen personelle Soforthilfe für Mainz und bundesweit die Ausbildung zusätzlicher Fahrdienstleiter.

Laut Eba hatte am 1. August eine der beiden S-Bahnen eine Schnellbremsung gemacht, bei der zu viel Sand freigesetzt wurde. Der als Bremshilfe eingesetzte Sand wirkte elektrisch isolierend, so dass im Stellwerk eine Weiche als „frei“ angezeigt wurde, die bereits belegt war. Das Eba verschärfte daraufhin die Bedien-Vorschriften für Sandstreueinrichtungen auf Zügen. (cre)

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