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Eine Frankfurter S-Bahn-Station. Foto: Michael Schick
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Eine Frankfurter S-Bahn-Station.

Nahverkehr

Ruf nach Toiletten für S-Bahnen

Pro Bahn fordert vom RMV mehr Rücksicht auf Bedürfnisse der Fahrgäste

Toiletten in den Zügen der S-Bahn Rhein-Main fordert die Fahrgastlobby Pro Bahn. Die Strecken würde immer länger, viele Stationen seien nicht mit WCs ausgestattet. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hält dagegen, dass kaum ein Mensch die komplette Strecke einer Linie fahre.

Die mittlere Reisezeit in der S-Bahn Rhein-Main liege seit Jahren bei etwa 15 Minuten, sagt Sprecherin Vanessa Rehermann auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Kundentoiletten gebe es üblicherweise an großen Bahnhöfen. „Dass hier welche weggefallen sind, ist uns nicht bekannt.“ Auch sei das Fehlen von Toiletten kein Alleinstellungsmerkmal.

„Wenn wir zum Beispiel nach München oder Stuttgart schauen, geht der Trend dort insbesondere in Richtung zusätzliche Mehrzweckabteile, um die vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse der Fahrgäste abzudecken“, sagt Rehermann. „Toiletten gibt es dort nicht, ebenso wenig wie in den S-Bahnen Berlin und Hamburg.“ Die hätten erst jüngst Teile ihrer Flotte modernisiert.

In der Vergangenheit hatte Pro Bahn die Forderung nach Toiletten immer mal wieder erhoben. Nach Meinung des Landesverbands nimmt die Dringlichkeit durch den geplanten Ausbau des Streckennetzes zu. Als Beispiel führt er die Verlängerung der S5 nach Usingen/Grävenwiesbach an. In rund zwei Jahren soll sie in Betrieb gehen. Oder die Elektrifizierung der Niddertalbahn nach Glauburg-Stockheim, auf der laut RMV allerdings auch danach Regionalbahnen rollen sollen. Schon jetzt, so der Fahrgastverband, gebe es mit der S1 eine Reisezeit von 87 Minuten.

Neben den reinen Fahrzeiten führt Pro Bahn weitere Argumente ins Feld. Fahrgäste müssten zu den Bahnhöfen/Haltepunkten anreisen, gegebenenfalls bis zu ihrem Ziel umsteigen. Zugausfälle seien ebenso einzukalkulieren wie Zwangshalte auf freier Strecke wegen Störungen.

„Nicht alle Menschen sind in der Lage, mehrere Stunden ohne das Aufsuchen einer Toilette leben zu können und meiden deshalb vorsorglich Busse und S-Bahnen.“ Eine gute Gelegenheit, so Pro Bahn weiter, biete die anstehende Modernisierung eines Teils der S-Bahn-Flotte. Bei der Ersatzbeschaffung sollten S-Bahnen mit Toilette ausgeschrieben werden. „Wenn man im ÖPNV mehr Fahrgäste gewinnen will, muss er auch auf die Bedürfnisse weiter Teile der Nutzer eingehen.“

Dass dies möglich ist, zeige die Ausstattung der Fahrzeuge mit WCs bei der S-Bahn Rhein/Neckar und „in vielen anderen Regionen“. Hier irre der Fahrgastverband abermals, sagt die RMV-Sprecherin. Die S-Bahn Rhein-Neckar sei „ein Sonderfall“ und nicht mit der S-Bahn Rhein-Main vergleichbar. Fahrtzeiten und Streckenlängen seien eher vergleichbar mit einer Regionalbahn. Die S6 der S-Bahn Rhein-Neckar von Mainz nach Bensheim etwa benötige mehr als zwei Stunden. „Sie ist damit deutlich länger als die längste S-Bahn-Strecke der S-Bahn Rhein-Main.“

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