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Mainz

Rückzug aus Arbeitskreis der Muslime

Der muslimische Arab-Nil-Rhein-Verein, bei dem Rheinland-Pfalz einen Bezug zum Salafismus prüft, zieht Konsequenzen aus den Vorwürfen.

 Der muslimische Arab-Nil-Rhein-Verein kündigte an, sich aus dem Arbeitskreis Mainzer Muslime (AKMM) zurückzuziehen, um den Weg für weitere Verhandlungen freizumachen. Zwei Gutachten für die Landesregierung hatten darauf verwiesen, dass der Verfassungsschutz Bezüge des Arab-Nil-Rhein-Vereins zur Muslimbruderschaft und zum gewaltfreien Salafismus sieht. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte am Montag, es gebe mit dem Austritt keinen neuen Sachstand.

Für eine weitere Zusammenarbeit beim islamischen Religionsunterricht in Mainzer Schulen hatte das Land gefordert, dass der AKMM den Arab-Nil-Rhein-Verein als Mitglied ausschließt oder den Kontakt ruhen lässt. Das soll aber auch für den Islam-Info-Service gelten, bei dem der Verfassungsschutz ebenfalls Bezüge zur Muslimbruderschaft und zum Salafismus sieht. Der Arab-Nil-Rhein-Verein ist zudem Träger der einzigen muslimischen Kita in Rheinland-Pfalz. Das Ministerium droht, ihm die Betriebserlaubnis zu entziehen.

Der Verein weist die Vorwürfe zurück. „Wir sind kein salafistischer Verein, wir sind kein Verein der Muslimbruderschaft, und wir sind kein Verein, der extremistische Bestrebungen hat“, sagte Vorsitzender Samy Elhagrasy . Er bedauerte, dass nur ein Politiker eine Einladung in die Kita vergangene Woche annahm.

Programmatischer Kern der Muslimbruderschaft ist laut Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz  die Einheit von Religion und Staat. Der Salafismus ist eine konservative Strömung des Islam.       (dpa)

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