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OB Roth: "Fraport muss das Problem Ticona bitter ernst nehmen"

Gegner des Flughafen-Ausbaus sehen sich durch einen Bericht der FR zum Absturzrisiko in ihrer Skepsis bestätigt

Die OB kommentierte am Montag einen Bericht der FR, dem zufolge Experten von "hohen Risiken" für den Flugbetrieb sprechen und die Landebahn im Kelsterbacher Wald für "nicht genehmigungsfähig" halten. Nach den Worten von OB-Referent Felix Semmelroth hält das Stadtoberhaupt die Nordwestbahn damit aber nicht für gescheitert. Die Fraport-Manager müssten bis zum Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Herbst "die Risiken sorgfältig prüfen" und ermitteln, ob die Aussagen der Gutachter zutreffend seien. Der Fraport-Aufsichtsrat hat sich der OB zufolge am 28. April ausführlich mit dem Gutachten beschäftigt. Das Gremium kam zu dem Ergebnis, dass am Ausbau des Flughafens nicht gerüttelt werde.

Bürgermeister Joachim Vandreike (SPD) kennt das Gutachten nach Angaben seines Referenten, Ralph Klinkenborg, nicht. Vandreike werde sich erst dann dazu äußern, wenn er es gelesen habe.

"Damit sind die Ausbaupläne für den Frankfurter Flughafen endgültig gescheitert", kommentierte Lutz Sikorski von den Grünen den FR-Bericht. Sikorski forderte die Landesregierung in Wiesbaden auf, "das Gutachten so wie es ist zu veröffentlichen". Die Untersuchung des TÜV Essen hat nach Angaben aus dem Verkehrsministerium und des Flughafen-Betreibers Fraport noch vorläufigen Charakter. Die Studie geht von einer Absturz-Wahrscheinlichkeit alle 600 Jahren aus und beschreibt die Folgen eines Unfalls als ein Szenario mit Hunderten von Toten und einem Milliarden-Schaden. Ein anderes, von der Berliner Gesellschaft für Luftverkehrsforschung (GfL) vorgelegtes Gutachten sieht nur "alle 2778 Jahre" einen Unfall.

Wenn Fraport trotz des TÜV-Gutachtens mit der Nordwest-Variante in das Planfeststellungsverfahren gehe, würde dies "erfolgreich beklagt", betonte Horst Schäfer von der Fraktion der Flughafen-Ausbau-Gegner (FAG). Sollte Fraport auf die Nordost-Variante im Schwanheimer Wald umschwenken, wäre dies "eine Kriegserklärung" an die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, sagte Schäfer.

Ursula Fechter, die für die FAG im ehrenamtlichen Magistrat sitzt und der Bürgerinitiative gegen den Flughafenausbau in Sachsenhausen angehört, hofft ebenfalls, dass "mit dem Gutachten im Rücken", die Gerichte den Bau einer Landebahn im Kelsterbacher Wald stoppen werden. "Aus meiner Sicht war klar, dass eine Landebahn dort zu gefährlich ist."

"Das Gutachten überrascht uns nicht, es bestätigt uns", erklärte Winfried Heuser von der BI Schwanheim. "Wir haben schon lange gesagt, dass das Ticona-Werk ein großes Gefahrenpotenzial ist." Fraport solle seine Ausbau-Pläne noch einmal überdenken. Das Wachstum finde bei den Billig-Fliegern in Köln oder Frankfurt-Hahn, und nicht auf dem teuren Rhein-Main-Airport statt. ft/jg

Dossier: Wächst der Flughafen weiter?

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