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Mit Dieter Lang (li.), Gewinner der Bürgermeister-Stichwahl, und René Bacher, möglicher künftiger Erster Stadtrat, könnte es in Dietzenbach sozial-ökologisch in die Zukunft gehen.
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Mit Dieter Lang (li.), Gewinner der Bürgermeister-Stichwahl, und René Bacher, möglicher künftiger Erster Stadtrat, könnte es in Dietzenbach sozial-ökologisch in die Zukunft gehen.

Dietzenbach

Rot-grünes Duo fürs Dietzenbacher Rathaus wahrscheinlich

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Nach dem Sieg des SPD-Kandidaten Dieter Lang bei der Bürgermeisterwahl in Dietzenbach strebt der grüne Kandidat René Bacher das Amt des Ersten Stadtrats an.

Die sonntägliche Wahl von Dieter Lang zum neuen Bürgermeister wird in Dietzenbach einiges verändern. Zum einen bestimmt damit nach 20 Jahren wieder ein Sozialdemokrat die Geschicke der Stadt, zum anderen könnte ein Grüner im Herbst das Amt des Ersten Stadtrats bekleiden. Er stehe bereit, sagte René Bacher, der im ersten Wahlgang aus dem Rennen ums Bürgermeisteramt ausschied.

Das Szenario im Bürgerhaus war eigentlich symptomatisch für den Wahlausgang: Dietmar Kolmer hatte sich als einziger Mandatsträger für die CDU dort eingefunden, während auf SPD-Seite bis zu zehn Personen mit dem Herausforderer Dieter Lang dem Wahlausgang entgegenfieberten. Dem Amtsinhaber Jürgen Rogg (parteilos) fehlte nach fast zwölf Jahren im Amt schlichtweg die Unterstützung. Die WIR-BfD, die ihm noch beim vergangenen Urnengang beigestanden hatte, trat nicht mehr an, einzig die CDU stellte sich hinter ihn.

Zwanzig Prozentpunkte trennten ihn am Sonntag von seinem Herausforderer, dem amtierenden Ersten Stadtrat Lang. Rogg konnte in der Stichwahl nur zwei von 22 Stimmbezirken für sich entscheiden. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen erhielt er 3658 Stimmen, im zweiten Wahlgang am Sonntag votierten genau 200 Personen weniger für ihn. Er konnte also nicht davon profitieren, dass der dritte Bewerber aus dem Rennen war. Lang dagegen erhielt fast 1700 Stimmen mehr als am 14. März.

Der Kontakt mit den Bürgern und Bürgerinnen habe ihm pandemiebedingt gefehlt, Straßenwahlkampf sei nicht möglich gewesen, eruierte Rogg die Gründe für seine Niederlage. „Wahlkampf in einem Forum mit 500 Leuten liegt mir eher als ein Post auf Facebook“, sagte er. Er werde „die siebeneinhalb Monate als Bürgermeister noch gut rumbringen“ und dann zurück ins Coaching und in die Beratung gehen.

Der Wahlgewinner sprach von einem breiten Rückhalt in der gesamten Bevölkerung. „Das zeigt, dass ich in den vergangenen sechs Jahren einiges richtig gemacht habe“, sagte er. Langs Amtszeit als Erster Stadtrat geht noch bis Mai. Laut Hessischer Gemeindeordnung ist er verpflichtet, die Amtsgeschäfte dann noch drei Monate weiterzuführen. Es mache aber Sinn, die Amtszeit bis 16. November zu verlängern, dem Tag der Übergabe des Bürgermeisteramts.

René Bachers Chancen, Langs bisherigen Posten einzunehmen, stehen sehr gut. Rot und Grün haben schon signalisiert, dass sie eine Koalition bilden wollen. CDU-Vorsitzender Christoph Mikuschek hatte Ende November seine Kandidatur für den Ersten Stadtrat bekanntgegeben. Die Kommunalwahl brachte ihm aber keine bürgerliche Mehrheit.

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