Justiz

Rollstuhlfahrer vor U-Bahn gestoßen

Das Opfer war ein 32 Jahre alter Mann, der gelähmt ist. Er erlitt bei dem Sturz auf die Schienen leichte Kopfverletzungen. Der Täter steht nun vor Gericht.

Der U-Bahn-Fahrer konnte gerade noch rechtzeitig bremsen: Weil er einen Rollstuhlfahrer in Frankfurt vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben soll, steht seit Dienstag ein 69 Jahre alter Mann vor dem Landgericht. Die Anklage wirft dem deutschen Staatsangehörigen versuchten Mord aus Heimtücke vor. Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte nur zu seiner Person, aber nicht zu den Vorwürfen.

Die Staatsanwaltschaft beruft sich vor allem auf eine Videoaufzeichnung, die den 69-Jährigen zeigt. Das Opfer war ein 32 Jahre alter Mann, der gelähmt ist. Er erlitt bei dem Sturz auf die Schienen leichte Kopfverletzungen. Früheren Berichten zufolge sollen sich Opfer und mutmaßlicher Täter gekannt und zuvor gestritten haben.

Der Angeklagte ist einschlägig vorbestraft. 2002 war er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Juni 2019 wurde der heute 69-Jährige vorzeitig entlassen. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei Verhandlungstage bis Mitte November terminiert. (dpa)

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