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So leer war es im Strandbad Nieder-Roden trotz Corona nur an wenigen Tagen.

Rodgau

Trotz Corona passable Badesaison

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Trotz später Öffnung sonnten sich in dieser Saison nur 25.000 Gäste weniger als 2019 im Strandbad Rodgau. Für 1,7 Millionen Euro entsteht derzeit der Neubau des Funktionsgebäudes.

Es hätte schlimmer kommen können: Im Schatten der Corona-Pandemie lief die diesjährige Saison am Rodgauer Badesee mit knapp 120 000 Besuchern noch halbwegs erfolgreich. 2021 soll alles besser werden: wieder mehr Öffnungstage, mehr Besucher – und kein Container-Provisorium mehr. Der Rohbau des neuen Funktionsgebäudes steht schon und soll bis zur Saisoneröffnung fertiggestellt sein.

Saison in Zahlen

Exakt 119.773 Badegäste besuchten an den 80 Öffnungstagen in diesem Sommer das Strandbad Rodgau.

73.755 von ihnen waren Erwachsene, 3921 waren Kinder unter fünf Jahren, und 42 097 Besucher zahlten den ermäßigten Eintritt.

21.890 Besucher buchten eine Karte für den FKK-Bereich, der anfangs zum Textilstrand umgewidmet wurde und erst ab 17. Juli für die Nudisten wieder zugänglich war.

Achtmal wurde die Maximalbesucherzahl von 4500 erreicht. Nach den Corona-Bestimmungen hätten rein rechnerisch sogar 5500 Badegäste ins Strandbad gedurft. ann

Wegen des Lockdowns konnte das Rodgauer Strandbad seine Pforten erst am 19. Juni öffnen – fast zwei Monate später als ursprünglich geplant. Unter dieser Prämisse sind die knapp 120 000 Besucher an 80 Öffnungstagen sehr respektabel – vor allem in Vergleich zum Vorjahr, als man unter „normalen Bedingungen“ an 121 Öffnungstagen knapp 145 500 Badegäste zählte.

Trotz weniger Öffnungstagen nahm die Stadt mehr ein: 342 337 Euro stehen auf der Habenseite, gut 64 000 Euro mehr als 2019. Der Grund: In diesem Jahr gab es keine günstigen Dauerkarten, sondern nur teurere Tagestickets, die alle Besucher buchen mussten. Dass unter dem Strich trotzdem ein dickes Minus steht, liegt an den coronabedingten zusätzlichen Kosten: 203 840 Euro für Security, mehr Reinigungspersonal und das neue Onlinebuchungssystem kamen auf die laufenden Betriebskosten obendrauf. Die Stadt will nach Auskunft von Pressesprecherin Sabine Hooke auch in Zukunft an dem Buchungssystem festhalten, „weil wir so immer wissen, wie viele Leute gerade im Bad sind“.

Bis Weihnachten soll das neue zweistöckige Funktionsgebäude ein Dach und Fenster haben, so dass der Bau dicht ist und drinnen gearbeitet werden kann. Das alte Gebäude war vor zweieinhalb Jahren abgebrannt, seitdem gab es eine Containerlösung. Der Neubau kostet 1,7 Millionen Euro; 600 000 Euro zahlt die Versicherung, 490 000 Euro kommen überraschenderweise vom Land Hessen.

Im Untergeschoss stehen den Damen sechs Duschen und Umkleiden sowie zehn Toiletten zur Verfügung, für die Herren sind fünf Duschen, fünf WCs und fünf Urinale geplant. Außerdem ist ein Behindertenbereich mit inkludiertem Wickelbereich vorgesehen. Der Eingang wird wieder dorthin verlegt, wo er vor dem Brand war. Eine Rampe führt von dort aus zum Behindertenlift ins Wasser.

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