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Rodgau

Rodgau will Kiesabbau nur unter Auflagen bis 2051 verlängern

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Der Quarzsand- und Kiesabbau in Dudenhofen soll bis 2051 vorzeitig verlängert werden. Aber nur wenn die Baustoffwerke im Gegenzug 28 Hektar Wald aufforsten.

Die Rodgauer Baustoffwerke wollen den Quarzsand- und Kiesabbau in Dudenhofen um zehn Jahre verlängern. Statt bis 2041 sollen die Rohstoffe im Wald gegenüber dem Testgelände des Opel-Nachfolgers Segula nun bis 2051 gewonnen werden. Die Mehrheit der Stadtverordneten beschloss am Montag aber die Maßgabe, das Unternehmen müsse von einer verlängerten Laufzeit absehen, falls es nicht 28 Hektar Wald vor Ort aufforstet.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte der Stadt den Antrag der Baustoffwerke zur Änderung des Rahmenbetriebsplans 2013 zugesandt und ihr die Gelegenheit gegeben, Stellung zu nehmen. Das Thema beschäftigte am Montag die Stadtverordneten, die per Mehrheitsbeschluss die geplante Stellungnahme des städtischen Fachdienstes abänderten. Sie beschlossen „eine deutlichere Positionierung für den Wasser- und Umweltschutz und für den Ausgleich vor Ort“, wie Karin Wagner (Grüne) sagte.

Das Unternehmen holzt Wald ab, um Kies- und Sand zu gewinnen, und muss als Ersatz dafür neue Bäume pflanzen. Die geplanten Aufforstungen reichen nach Meinung der Parlamentarier aber nicht aus. Es ergebe sich ein Fehlbedarf von rund 28 Hektar, der „nicht irgendwo“, sondern innerhalb der Rodgauer Gemarkung ausgeglichen werden solle. Der Vertrag dürfe nicht verlängert werden, falls sich das nicht realisieren lasse.

Außerdem seien Konflikte bei der Grundwasserentnahme, die durch den Tagebau entstehen können, zu vermeiden. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung müsse Vorrang haben vor der Rohstoffgewinnung. Trinkwasser sei metertief unter der Erde am besten geschützt, erklärte Wagner. Werde aber Kies und Sand über dem Grundwasser abgegraben, komme es nach der Stilllegung der Abbauflächen zu Problemen wie Eutrophierung.

28 Hektar in Rodgau auszugleichen, sei unmöglich, meinte die CDU. Sie votierte wie auch die AfD gegen diesen Passus.

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