Musikfestival Nidderau

„Rock den Acker“

  • schließen

Das Musikfestival für Freunde von Rock, Metal und Punk mit 15 Bands startet am 18. Mai. Erstmals dauert es zwei Tage.

Von Wacken ist „Rock den Acker“ von der Dimension her noch so weit weg wie in Kilometern, aber das zuletzt 2016 ausgerichtete Festival für Freunde von Rock, Metal und Punk stockt nun bei der Zahl der Bands ordentlich auf. Bei dem erstmals über zwei Tage dauernden Open-Air sind 15 Gruppen aus der ganzen Republik gemeldet, wie die Frankfurter Quietschboys oder Supercobra aus Marburg.

„Wenn wir uns wieder die Arbeit machen, dann diesmal über zwei Tage und der Möglichkeit zum Campen“, sagt Jens Seifried, Cheforganisator und Festivalerfinder. 2006 fing alles an, auf einer privaten Baumwiese bei Lagerfeuer, DJ auf einem Treckeranhänger und 50 Besuchern, erzählt er. Ein Jahr zuvor hatte Seifried ein Musikfestival in Marburg besucht. „So was brauchen wir in Nidderau“, stand für ihn danach fest.

Mangels geeigneter Fläche fiel von 2009 bis 2014 das Open-Air aus. Den hauptberuflichen Feuerwehrmann ließ die Idee jedoch nie los. Nicht zuletzt ob des geringen Musikangebotes im Ort für junge Leute, wie er sagt. 2015 ging es mit fünf Bands, richtiger Bühne und einem Organisationsteam weiter.

Einen Acker als Festivalgelände gibt es seit der Neuauflage im Nidderauer Stadtteil Erbstadt nicht, aber die Unterstützung der Stadt und damit die Nutzung des Festplatzes. Gleichwohl nicht mehr auf einem Acker gerockt wird, hält man am Titel fest, denn der Acker liege ja nebenan, so Seifried.

„Die Veranstaltung zählt als Jugendförderung. Es treten zwei Bands aus der örtlichen Musikschule auf, und die Eintrittspreise sind niedrig.“ Die Ticketpreise liegen bei 9,50 und 13,50 Euro pro Abend und 19 Euro für beide Tage. Stimmt das Wetter, werden gut 500 Gäste erwartet. Erlaubt sind auf dem Gelände bis zu 700 Personen. Die Versorgung mit Essen übernehmen zwei Food-Trucks. Seifried berichtet von einem gutem Besucherinteresse. Die Plätze fürs Camping seien schon alle vergeben.

Enthusiasmus ist nicht nur bei dem 34-Jährigen angesagt, der „Rock den Acker“ als Hobby betreibt. Dicke Gagen seien für die Gruppen nicht drin, heißt es. „90 Prozent der Bands kommen, um Musik zu machen“, sagt Jens Seifried. Die Gigs dauern 30 bis 90 Minuten. Und dennoch: „Rund 400 gute Bands aus ganz Deutschland haben sich um eine Teilnahme beworben.“ Für den Macher auch ein Zeichen, dass sich „Rock den Acker“ bereits einen Namen in der Szene gemacht hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare