Fahrkartenautomat RMV in Oberursel
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Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird die Fahrpreise statt, wie üblich, zum 1. Januar, erst zum 1. Juli kommenden Jahres erhöhen.

ÖPNV

RMV erhöht Preise vorerst nicht

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der RMV will die Fahrpreise statt im Januar erst im Juli erhöhen. Das soll die Fahrgäste entlasten. Der Verkehrsverbund will zudem die Maskenpflicht besser durchsetzen.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird die Fahrpreise statt, wie üblich, zum 1. Januar, erst zum 1. Juli kommenden Jahres erhöhen. Das hat der Aufsichtsrat jetzt beschlossen. Mit diesem Schritt will er, wie es am Dienstag hieß, die von der Bundesregierung beschlossene temporäre Mehrwertsteuersenkung an die Fahrgäste weitergeben.

Erstmals in der Geschichte des Verbunds blieben die Fahrpreise über den Jahreswechsel hinaus konstant, sagte der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). „So entlasten wir alle, die von Corona gebeutelt sind.“

Der RMV habe in den vergangenen Monaten mit der Abo-Pause, der Auslastungsprognose und dem Prepaid-Rabatt bereits viel getan, um den Fahrgästen unkompliziert entgegenzukommen, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Mit der Verschiebung der Tarifanpassung blieben Bus und Bahn auch preislich attraktiv. RMV-Geschäftsführer Knut Ringat sagte, die Preise erst im Juli zu erhöhen, sei die einfachste und unbürokratischste Lösung, um die Mehrwertsteuersenkung weiterzureichen. Den Tarif zu ändern, hätte dagegen Monate dauern können.

Der RMV will zudem prüfen, wie die Maskenpflicht im ÖPNV besser durchgesetzt werden kann. Angedacht ist, einen Stamm an geschulten Sicherheitsmitarbeitern aufzubauen. In dem Konzept, das der RMV erarbeitet, soll es zudem darum gehen, wie die Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen des Verkehrsverbunds aufgenommen werden kann.

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