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Bitte einsteigen: Der Hopper könnte bald auch in Mühlheim, Obertshausen und Heusenstamm fahren. 
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Bitte einsteigen: Der Hopper.

Verkehr

Bei Anruf kommt der Bus

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Neun Städte und Landkreise beteiligen sich an dem emissionsfreiem Projekt des RMV. 150 Fahrzeuge werden im Einsatz sein.

Der Hopper im Kreis Offenbach war der Vorreiter. Bis Ende nächsten Jahres sollen auch in Frankfurt kleine Busse unterwegs sein, die der Fahrgast per App oder telefonisch bestellen kann. Auch Darmstadt, Hanau, Hofheim, Kelsterbach, Limburg, der Kreis Darmstadt-Dieburg und Taunusstein wollen auf diese Weise Lücken im öffentlichen Nahverkehr schließen. Anders als im Kreis Offenbach werden die 150 Fahrzeuge allerdings elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben. Sie müssen noch bestellt werden.

Mit neun lokalen Partnern nimmt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Shuttle-Lösung für die „erste und letzte Meile“ zur Haltestelle in Angriff. Es handele sich um eines der größten On-demand-Verkehrsprojekte in Europa, sagt Geschäftsführer Knut Ringat mit Hinweis auf die rund zwei Millionen Bewohner:innen in einem Einzugsgebiet, das ungleich größer ist als das ähnlicher Projekte in Deutschland.

Das Projekt

Der RMV verantwortet die zentrale Koordination. Er bündelt Information, Buchung und Bezahlung.

Partner sind die Verkehrsgesellschaften und Nahverkehrsorganisationen von Frankfurt, Kreis Offenbach, Hofheim, Kelsterbach, Limburg, Kreis Darmstadt-Dieburg, Taunusstein, Hanau und Darmstadt. jur

Bund und Land halten das Vorhaben für förderungswürdig. Mit jeweils 27 Millionen Euro unterstützen sie die Verkehrsgesellschaften vor Ort, die trotz der Einnahmeeinbrüche durch Corona in die Verkehrswende investieren. Die Idee: Wer innerhalb von 15 Minuten eine Fahrmöglichkeit zum nächsten Bahnhof oder der nächsten Bushaltestelle erhält, lässt das Auto stehen. Die Kosten sollen sich in Grenzen halten. Die App berechnet einen „Komfortzuschlag“, Zeitkarteninhaber bekommen großzügige Rabatte. Die notwendige Technologie liefert die DB-Tochter Ioki. Sie hat sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt.

Wieder wird der Kreis Offenbach Vorreiter. Zum 1. Januar wird die Kreisverkehrsgesellschaft als erste Partnerin ihren Hopper auf die Ioki-Plattform umstellen. Die weiteren Partner folgen im Laufe des Jahres, bis Ende 2021 sollen alle neun Projekte lokal verfügbar sein. Die einheitliche App soll es den Fahrgästen ermöglichen, an sieben Tagen die Woche einen emissionsfreien Shuttleservice zu buchen. Der bringt sie auf individuellen Routen an ihr jeweiliges Ziel und sammelt dabei weitere Fahrgäste auf. Geht es nach Ringat, soll dies nur ein Anfang sein. Nach der dreijährigen Projektphase hofft er auf weitere Mitstreiter, so dass bald überall im Land On-demand-Angebote mit den Autos konkurrieren. Ringat sieht hier auch eine gutes Einsatzfeld für autonomes Fahren.

Im Kreis Offenbach wird schon seit mehr als einem Jahr „gehoppert“. Die Bürger steigen an einem Haltepunkt in einen kleinen Bus ein, der höchstens 130 Meter entfernt ist. Zusammen mit anderen legen sie ihren Weg zurück und können direkt vor ihrer Haustür aussteigen. Der als Pilotprojekt gestartete Hopper war so erfolgreich, dass er bereits auf andere Kommunen ausgeweitet wurde. Die Fahrt kostet 1,60 Euro Grundpreis plus einen Euro Komfortzuschlag für die Haustürbedienung. Wer weiter fährt als zwei Kilometer, zahlt zusätzlich 20 Cent pro Kilometer. Inhaber von Jahres-, Monats- oder Wochenkarten fahren günstiger.

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