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Rheingau

Riesling-Lese beginnt

Im Rheingau geht es in den nächsten Tagen rund. Die Winzer glauben an einen guten Jahrgang.

Im Rheingau setzt die Riesling-Lese ein. In den nächsten drei bis vier Tagen werde es richtig losgehen, sagte der Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes in Eltville, Klaus-Peter Keßler, am Dienstag. Derzeit werde verstärkt Spätburgunder gelesen. Der habe bereits Mostgewichte von 95 bis 100 Grad Oechsle. Beim Riesling seien bisher 85 bis 86 Grad gemessen worden. Die Trauben seien insgesamt sehr gesund. Nur vereinzelt gebe es etwas Pilzbefall.

Die Winzer hoffen auf eine Fortsetzung des ruhigen und vor allem trockenen Wetters. "Wenn es nicht regnet, ist es gut", sagte Keßler. Während die Oechsle-Grade Hoffnungen auf einen qualitätvollen Jahrgang wecken, wird die Erntemenge in diesem Herbst deutlich unter dem Vorjahr liegen. Keßler schätzt den Rückgang auf 10 bis 20 Prozent.

Der Zeitpunkt der Lese ist gemessen an den vergangenen Jahren normal. Früher - vor 30 und 40 Jahren - wurde allerdings erst Ende Oktober/Anfang November gelesen, so der Präsident des Weinbauverbandes. Die frühere Lese habe mit dem Klimawandel zu tun, aber auch mit modernen Spritzmitteln gegen Pflanzenkrankheiten: Damals seien dafür kupferhaltige Mittel eingesetzt worden, die auch das Wachstum der Pflanzen gebremst hätten. Die modernen Mittel seien viel besser.

An der Bergstraße hatte vor gut zwei Wochen die Weinlese begonnen. Gelesen wurde die Sorte Müller-Thurgau, die früher reift als der Riesling. Die Winzer an der Bergstraße erwarten wegen des guten Wetters in diesem Herbst einen sehr guten Jahrgang. Auch sie rechnen aber mit einer geringeren Erntemenge; das Minus dürfte etwa zehn Prozent betragen. Die Winzer an der Bergstraße bewirtschaften eine Fläche von 263 Hektar. Davon liegen 222 Hektar an der hessischen und 41 Hektar an der badischen Bergstraße.

Im Rheingau bauen 927 Betriebe auf einer Fläche von zusammen 3125 Hektar Wein an. Auf knapp 79 Prozent der Fläche wächst Riesling und auf gut zwölf Prozent Spätburgunder. Frühe Sorten wie Müller-Thurgau gibt es nur auf kleinen Flächen. (dpa)

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