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Das Kunstwerk „Body of Knowledge“ auf dem Campus Westend steht als Symbol für eine weltoffene Universität. Monika Müller
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Das Kunstwerk „Body of Knowledge“ auf dem Campus Westend steht als Symbol für eine weltoffene Universität. Monika Müller

Hochschulen

Rhein-Main: Universitäten schließen sich zusammen

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Sie wollen Lehrenden und Studierenden noch bessere Angebote machen

Die drei großen Hochschulen des Rhein-Main-Gebiets wollen enger kooperieren. Bereits 2015 haben sich die Frankfurter Goethe-Universität, die Darmstädter Technische Universität und die Mainzer Gutenberg-Universität zur strategischen Allianz Rhein-Main-Universitäten (RMU) zusammengeschlossen. Nun geht das Trio gemeinsam in den Wettbewerb um die Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Exzellenzstrategie“.

„Wir sind eine exzellente Universität“, sagt Enrico Schleiff, Präsident der Frankfurter Goethe-Uni. Ebenso wie die anderen Mitglieder der Allianz. Nicht nur die drei Hochschulen tragen dabei zur starken Forschungslandschaft bei, findet Schleiff. Auch die vielen Partner aus den Max-Planck-, Fraunhofer, Leibniz-, Helmholtz und anderen Forschungsinstituten. Das gelte es, stärker sichtbar zu machen.

„Als Region gehören wir im wissenschaftlichen Sinne zu den Top 5 in Deutschland“, sagt Schleiff.

Der RMU-Verbund nimmt dabei nicht nur das Fördergeld aus der Exzellenzstrategie ins Visier. Die Hochschulen machen sich grundsätzlich Gedanken, wie die Wissenschaftslandschaft künftig aussehen soll. Im System der immer stärkeren Ausdifferenzierung müssten die Hochschulen Rollenverteilung akzeptieren, sagt Schleiff. „Früher gab es ‚eine‘ Biologie.“ Heute teilt die sich auf in Zellbiologie, Biophysik, Genetik und weitere Unterdisziplinen. Die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem Ort zu versammeln, werde immer schwieriger, alle Fächer abzudecken, sei kaum mehr möglich.

„Die Universität ist nicht mehr der Ort, der alle gesellschaftlichen Fragen beantworten kann, zumindest, wenn eine Uni alleine agiert.“ Ein Verbund hat gesteigerte Kompetenz, sagt Schleiff. Zusammengedacht führe die stärkere Spezialisierung der einzelnen Standorte zu mehr Kompetenz für alle. Das komme auch den kleineren Fächern zugute. Wenn die Goethe-Uni alleine eine Afrikanistik betreiben müsste, wäre das ein nicht so interessanter Studiengang, wie er es gemeinschaftlich mit Mainz geworden ist.

Womöglich brächte die Zukunft auch ganz neue Forschungsthemen, die bislang noch gar nicht auf der Karte sind. Für eine einzelne Uni sei es bei der Entwicklung neuer Forschungsfelder schwer zu sagen: „Da steigen wir jetzt voll ein“, sagt Schleiff. Wenn aber jede der Hochschulen drei Professuren zum neuen Thema besetze, „dann habe ich sofort ein neues Feld kompetitiv kreiert“. Zum Beispiel das neue Studium der Medizintechnik. „Wir haben die Medizin. Darmstadt hat die Techniker.“ Wenn sich die Hochschulen nicht zusammengetan hätten, sagt Schleiff, gäbe es den Studiengang im Rhein-Main-Gebiet nicht. Auch im rein organisatorischen Bereich sieht er im Verbund noch Potenzial. Etwa beim System zur digitalen Ablage von Dokumenten, bei der IT-Sicherheit, beim Thema Vorlesungen im digitalen Raum, bei der Studierendenerfassung, bei der Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen. „Kleinere Zielgruppen fallen da gerne mal durchs Raster. Wenn es aber für drei Standorte ist, wird aus einer kleinen schnell eine große Gruppe.“

Schlussendlich gehe es auch um ganz lebenspraktische Fragen. Wenn die Hochschule etwa junge Kolleginnen und Kollegen anwerben möchte, die bereits Lebenspartner haben – ebenfalls aus dem akademischen Bereich. Einer einzelnen Hochschule fällt es da schwer, eine Lösung anzubieten, sprich eine adäquate Stelle. Im Verbund haben wir aber nicht mehr nur 600, sondern mehr als 1400 Professuren“, sagt Schleiff. Also mehr Möglichkeiten.

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