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Rhein-Main: Talente mit Haltung zeigen sich bei „Präsentieren und Gewinnen“

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Von: Gregor Haschnik

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Die neun Sieger:innen nutzten den Abend, um zu feiern und zu netzwerken. Peter Jülich (2)
Die neun Sieger:innen nutzten den Abend, um zu feiern und zu netzwerken. Peter Jülich (2) © Peter Jülich

Die Schülerinnen und Schüler von Oberstufen widmen sich aktuellen Themen aus Politik und Wirtschaft. Sie ernten viel Lob, weil sie Themen „offen und präzise angehen“.

Bei „präsentieren und gewinnen“ gab es in diesem Jahr eine Premiere: Zum ersten Mal sind die Sieger:innen nicht in der Schule, sondern im Haus der Wirtschaft in Frankfurt ausgezeichnet worden, was eine besondere Atmosphäre schuf. Die neun Teilnehmenden aus der Oberstufe, die die ersten Plätze belegten, konnten dort mit ihren Lehrkräften, Eltern und anderen Gästen feiern – und sich feiern lassen.

Matthias Rust, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft – die neben der Frankfurter Rundschau und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) zu den Veranstaltenden zählt – stellte in seiner launigen Rede gleich mal klar, dass die Erzählungen von der demotivierten Jugend natürlich Unsinn seien, wie die Ergebnisse des Wettbewerbs bewiesen.

Und auch die Jurymitglieder, bei denen die Oberstufe schon ein paar Jahre zurückliegt, zeigten sich motiviert und gingen in ihren Lobreden ausführlich auf die prämierten Projekte ein, bevor die Ehrenurkunden und iPads verteilt wurden. Jürgen Harrer, Leiter Unternehmenskommunikation und Media Relations bei der Fraport AG, arbeitete heraus, wie intensiv sich die Schüler:innen des Gymnasiums Gernsheim mit dem Thema Düngemittel auseinandersetzten. Dazu werteten sie nicht nur schriftliche Quellen aus und befassten sich mit theoretischen Überlegungen, sondern befragten auch Landwirt:innen. Dabei gingen sie offen heran und bildeten sich eine eigene, differenzierte Meinung.

„PRÄSENTIEREN & GEWINNEN“

Der Wettbewerb: Beteiligen an „Präsentieren & Gewinnen“ können sich alle Kurse im Fach Politik und Wirtschaft der gymnasialen Oberstufen in Hessen.

Die Veranstalter: Eingeladen zu dem Wettbewerb hat die Frankfurter Rundschau gemeinsam mit der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft, und das bereits zum 15. Mal.

Die Jury: Die Juror:innen sind Ulrike Krieger, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG, Jürgen Harrer, Leiter Unternehmenskommunikation und Media Relations bei der Fraport AG, sowie Thomas Kaspar, Chefredakteur der Frankfurter Rundschau.

Die Preise: Die drei siegreichen Teams – eine Reihenfolge auf dem Treppchen gibt es nicht, alle sind gleichermaßen Erste – erhalten die Gelegenheit, ihre Beiträge in einem öffentlichen Forum zu präsentieren, über das wir ausführlich berichten werden. Zudem gibt es als Preise iPads inklusive der Frankfurter Rundschau als E-Paper-Abonnement für jedes Mitglied der siegreichen Schüler:innenteams. pgh

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Präsentieren & Gewinnen“, zur Teilnahme und der Anmeldung gibt es unter fr.de/schuelerforen, wo auch die Beiträge vergangener Jahre zu finden sind, sowie auf der Website schule-wirtschaft-hessen.de

Auch das Team der Wiesbadener Martin-Niemöller-Schule führte Interviews, und zwar mit Expert:innen, um ihre umfangreichen Textrecherchen anzureichern, wie Ulrike Krieger, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG, lobte. Die Schüler:innen setzten sich mit einem besonders aktuellen und herausfordernden Thema auseinander: den Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland für die deutsche Luftfahrt. Die Ausgezeichneten überzeugten sowohl inhaltlich als auch mit ihrer interessanten Präsentation.

Und die dritte geehrte Gruppe vom Neuen Gymnasium Rüsselsheim – die sich mit ihrer Stadt im Jahr 2050 befasste – überzeugte, obwohl oder vielleicht gerade weil sie mit modernen Präsentationsregeln brach, wie FR-Chefredakteur Thomas Kaspar erklärte. Dazu gehöre etwa die Regel, sich ein klares Thema zu suchen und sich in der Kürze der Zeit zu fokussieren. Doch die Schüler:innen hätten sich unter anderem mit Verkehr, Klimaschutz, Städtebau, Bevölkerungsentwicklung beschäftigt und seine dann auch noch auf den größten Arbeitgeber Opel sowie ein Pilotprojekt, die Eselswiese, eingegangen. Damit hätten sie einen komplexen Rundumblick gewagt.

Intensiv, offen, differenziert – diese Herangehensweise wurde allen Sieger:innen dieses Jahres attestiert.

Im Laufe des Wettbewerbs gab es, auch aufgrund der Corona-Pandemie, einen Online-Pitch, bei dem sich die Teilnehmenden digital präsentieren konnten. Jetzt konnten sich die erfolgreichen Kandidat:innen im Haus der Wirtschaft persönlich treffen und nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen und Netzwerke zu bilden.

Es sei wichtig, dass die Frankfurter Rundschau nicht nur berichte, sondern Menschen mit Haltung besondere Aufmerksamkeit widme und sie auch fördere, sagt Chefredakteur Kaspar. Deshalb engagiere sie sich bei diesem Wettbewerb. gha

Matthias Rust, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft, gehört zu den treibenden Kräften des Wettbewerbs.
Matthias Rust, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft, gehört zu den treibenden Kräften des Wettbewerbs. © Peter Jülich

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