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Wer über die App ein Guthaben abruft, soll künftig günstiger fahren.

ÖPNV

Rabatt für Gelegenheitsfahrer

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Das neue Tarifangebot des RMV trägt dem Trend zum Homeoffice Rechnung. Und soll den Wiedereinstieg in Bus und Bahn erleichtern.

Noch immer befinden sich ungezählte Berufstätige in Kurzarbeit oder Homeoffice. Für viele Pendler lohnt sich deshalb derzeit eine Zeitkarte nicht mehr. Denn die rechnet sich nicht für Gelegenheitsfahrer. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat für diese Personengruppe ein neues Tarifangebot namens „RMV-PrepaidRabatt“ entwickelt. Er bietet für Einzelfahrten, die übers „HandyTicket“ gekauft werden, bis zu 20 Prozent Ersparnis.

Voraussetzung ist ein RMV-Kundenkonto. Darüber können vom Montag, 24. August, an über die RMV-App 40 Euro Guthaben oder mehr aufgeladen werden. Einzelfahrkarten, Kurzstreckentickets oder Einzelzuschläge, die dann darüber bezahlt werden, sind um 20 Prozent rabattiert. Eine Einzelfahrt für Erwachsene von Mainz nach Darmstadt zum Beispiel kostet mit dem Prepaid-rabatt nur noch 6,96 Euro statt 8,70 Euro.

„Wer in Zeiten von Corona weitestgehend im Homeoffice sitzt und nur noch wenige Tage die Woche ins Büro fährt, für den ist die Monatskarte nicht mehr attraktiv“, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Angebots. „Der ,RMV-PrepaidRabatt‘ ist für diese Lebenslage genau das Richtige.“

Er ermögliche Spontaneität und Ersparnis. Fahrgäste bräuchten nicht mehr darauf zu achten, für welchen Zeitraum und welche Tarifgebiete ihre vorhandene Zeitkarte gültig sei. „Sie laden einfach Ihr Guthaben auf und kaufen für jede Fahrt das passgenaue Ticket mit 20 Prozent Rabatt.“

Das neue Tarifangebot ist Teil des Corona-Pakets

Das neue Tarifangebot ist Teil des Corona-Pakets, mit dem der RMV die Fahrt mit Bus und Bahn in Corona-Zeiten attraktiver und sicherer machen will. So hat er gemeinsam mit seinen Partnern VGF, Traffiq und Hacon eine Auslastungsprognose entwickelt. Sie geht Anfang September an den Start. Bei einer Anfrage über die mobile RMV-Website m.rmv.de können Fahrgäste dann sehen, wie voll die Fahrzeuge auf ihrer Verbindung voraussichtlich sein werden. Bei hoher Auslastung erhalten sie einen Vorschlag für eine alternative Route. Mittelfristig wird die Funktion auch in die RMV-App integriert.

Noch nie hat der Verkehrsverbund einen solchen Einbruch erlebt wie in diesen Monaten. Während des Lockdowns waren zeitweise nur noch 20 Prozent der Fahrgäste unterwegs – obwohl rund 75 Prozent des Angebots aufrechterhalten wurde.

Seit Mai steigen die Zahlen wieder, liegen aktuell bei rund 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der „RMV-PrepaidRabatt“ soll auch dazu beitragen, den Wiedereinstieg in die regelmäßige Nutzung von Bus und Bahn zu erleichtern. (Jutta Rippegather)

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