Maximal 250 Badegäste werden je Zeitfenster auf das Gelände des Großen Woog in Darmstadt gelassen.
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Maximal 250 Badegäste werden je Zeitfenster auf das Gelände des Großen Woog in Darmstadt gelassen.

Bäder/Seen Rhein-Main

Rhein-Main-Gebiet: Start in die Freibadsaison ohne Liegewiese

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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  • Jens Joachim
    Jens Joachim
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  • Diana Unkart
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Mancherorts wird es noch länger dauern, bis das kühle Nass zugänglich sein wird.

In Darmstadt  beginnt die Freibadsaison am Montagvormittag mit dem „Anschwimmen“ der Bürgeraktion „Woogsfreunde“ im Familienbad des Naturbadesees Großer Woog. Anfang Juli sollen nach einer Mitteilung der Stadt dann auch der Naturbadesee Arheilger Mühlchen und das Mühltalbad im Stadtteil Eberstadt öffnen. Das DSW-Freibad, das bereits geöffnet ist, bleibt dem Vereinssport vorbehalten.

Allerdings wird das Baden und Schwimmen vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie reglementiert. Zu den Regeln gehört, dass die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig in den Bädern aufhalten, begrenzt bleibt. Im Großen Woog sollen nach Angaben der Stadt beispielsweise je Zeitfenster 250 Karten an Badegäste verkauft werden. Damit soll auch vermieden werden, dass sich Warteschlangen an den Eingängen bilden. Tickets können bereits unter www.darmstadt.de gebucht werden.

Im Woog, im Arheilger Mühlchen und im Mühltalbad können jeweils drei Zeitfenster gebucht werden: von 8 bis 10 Uhr, von 11 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 19.30 Uhr. Somit kann man sich für eine Badedauer zwischen zwei und vier Stunden entscheiden. Die Schließzeiten von 10 bis 11 Uhr und von 14.30 bis 15.30 Uhr seien nötig, „um die Badegäste geordnet hinauszulassen“ und um zu reinigen, teilt die Stadt mit.

Das Mühltalbad wird, wie Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) mitteilte, in dieser Saison mit verschlossenen Panoramascheiben betrieben. Bei der Vorbereitung für die Sommersaison waren Schäden an den Scheiben festgestellt worden. Die Öffnungen werden nun temporär mit Stahlplatten verschlossen, um eine Nutzung des Bads ab 5. Juli zu ermöglichen. Im Zuge der geplanten Gesamtsanierung des Freibads sollen auch neue Panoramascheiben eingebaut werden. Ein entsprechendes Sanierungskonzept soll laut Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) im Spätherbst vorliegen.

Online-Ticket-System installiert

In Bad Homburg  ist für das Seedammbad ein Online-Ticket-System installiert worden, um einen eingeschränkten Betrieb ab 26. Juni zu ermöglichen. Wie in anderen Bädern auch darf nur eine reduzierte Anzahl Gäste das Bad besuchen. Die Besuchszeit ist auf zweieinhalb Stunden beschränkt. Die Liegewiese wird in der ersten Woche nicht öffnen.

Der vom Land genannte Termin 15. Juni hat manche Bürgermeister überrascht, die von einer Öffnung zu Beginn der Sommerferien ausgegangen waren. Die meisten Kommunen hatten ihre Freibäder für einen eventuellen Betrieb vorbereitet. Unklar waren neben dem Datum aber die Vorgaben.

In Kriftel  zum Beispiel müssten noch viele Fragen zur Organisation des Ticketverkaufs und zum Eintritt im Schichtbetrieb geklärt werden, sagt Bürgermeister Seitz: „Wenn alles gut läuft, können wir frühestmöglich am 20. Juni öffnen.“ In Wächtersbach  im Main-Kinzig-Kreis muss nun noch zusätzliches Personal eingestellt werden, sodass das Bad erst am 3. Juli öffnen kann.

Daniel Glöckner, Bürgermeister von Gelnhausen,  kann noch kein Datum nennen. Ob das Barbarossa-Bad überhaupt öffnet und wenn ja, wann, werde in einer Arbeitsgruppe und verschiedenen Gremien beraten. Erst einmal müsse geprüft werden, ob die Vorgaben des Landes umsetzbar seien. „Das ist alles nicht so einfach“, sagt er. Was der Beschluss für die Kommunen bedeute, werde nicht beleuchtet.

In Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden  öffnen die Bäder gestaffelt: Kallebad, Opelbad und das Freibad Kleinfeldchen ab 19. Juni, am 23. Juni zieht das Thermalbad Aukammtal nach, allerdings ohne Saunabereich. Das Freibad Maaraue wird am 27. Juni öffnen. Karten können online ab 17. Juni gekauft werden.

Die Stadt Dreieich  ist eine der wenigen, die ihr Freibad bereits am Montag, 15. Juni, öffnen kann. Jeder Badegast muss sich vorher auf schwimmbaeder-dreieich.de für zwei Euro ein Zweistunden-Ticket kaufen.

In Neu-Isenburg  macht das Waldschwimmbad am 20. Juni auf. Ab Donnerstag können dort Zweistunden-Eintrittskarten über die Homepage gebucht werden.

Das Freizeitbad an der Teichstraße in Langen  öffnet frühestens am 22. Juni.

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