1. Startseite
  2. Rhein-Main

Rhein-Main-Gebiet: Bau der Regionaltangente kann beginnen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Leclerc

Kommentare

Mit der RTW kommen die Menschen künftig auch zum Frankfurter Flughafen.
Mit der RTW kommen die Menschen künftig auch zum Frankfurter Flughafen. © Renate Hoyer

Die Regionaltangente West (RTW) kann gebaut werden. Für den ersten Abschnitt im Süden Frankfurts gibt es nun einen Planfeststellungsbeschluss.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat einen ersten Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Regionaltangente West (RTW) erteilt. Wie das hessische Verkehrsministerium mitteilte, gilt das Baurecht für den sogenannten Abschnitt Süd 1 von Kelsterbach über den Frankfurter Flughafen und den Bahnhof Frankfurt-Stadion bis nach Neu-Isenburg Bahnhof und Dreieich-Buchschlag.

Im April sollen die Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik beginnen, teilte das Verkehrsministerium mit. Im September sei der Bau eines Kreuzungsbauwerks in Neu-Isenburg und einer Brücke am Bahnhof Frankfurt-Stadion vorgesehen.

Die RTW-Strecke ist in insgesamt vier Planfeststellungsabschnitte unterteilt. Die Gesamtstrecke soll 2028 fertiggestellt sein.

„Das ist die Keimzelle eines Schienenrings rund um ganz Frankfurt“, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Die RTW werde Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern, komfortable, umsteigefreie und schnelle Direktverbindungen schaffen und den Frankfurter Hauptbahnhof entlasten, sagte er. „Damit ist sie ein wesentlicher Bestandteil der hessischen Verkehrswende.“

Vision eines Schienenrings

„Die Regionaltangente West ist der Garant für eine zukunftsfähige Mobilität in Stadt und Region und zentraler Baustein für die Verkehrswende“, sagte der Frankfurter Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Die RTW erschließe wichtige Ziele wie den Industriepark und den Flughafen und werde den Verkehr in und durch die Innenstadt spürbar entlasten. „Die Pendlerhauptstadt und das Umland können sich auf ein attraktives Angebot für die Menschen, die hier arbeiten und leben, freuen“, sagte er.

Die RTW ist eine Bahnstrecke, die den Hochtaunuskreis, den Main-Taunus-Kreis und Frankfurt-Höchst direkt mit dem Frankfurter Flughafen und dem Kreis Offenbach verbindet. Zwei Linien sollen jeweils im 30-Minuten-Takt fahren, und zwar zwischen Bad Homburg und Neu-Isenburg-Birkengewann sowie zwischen Nordwestzentrum/Bad Soden und Dreieich-Buchschlag.

Die 47 Kilometer lange Strecke führt westlich an Frankfurt vorbei. Die Kosten von 1,1 Milliarden Euro teilen sich 13 Gesellschafter. „Unsere Vision ist die Schaffung eines Schienenrings um Frankfurt“, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

„Wir können nun mit dem Bau starten und bleiben im Plan für die Gesamtinbetriebnahme der RTW bis 2028“, sagte RTW-Geschäftsführer Horst Amann. Die Landesregierung stehe hinter der RTW, betonten Karin Müller, die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag, und Markus Meysner, der verkehrspolitische Sprecher der CDU im Landtag. „Umso bedauerlicher ist es, dass sie so spät kommt“, sagte Stefan Naas, der verkehrspolitische Sprecher der FDP im Landtag.

Für das Ende der Arbeiten im Abschnitt Süd 1 rechnet Amann bis Ende 2026/Anfang 2027. Der Abschnitt Mitte von Bad Soden über Höchst und Sossenheim bis Kelsterbach soll 2028 fertig sein.

Im Abschnitt Nord von Frankfurt-Sossenheim nach Bad Homburg gab es zuletzt eine zweite Offenlage der Pläne. Für den Abschnitt Süd 2, der durch Neu-Isenburg nach Birkengewann führt, soll die Planung bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Auch interessant

Kommentare