Die Zeiten ohne Gäste sind am Langener Waldsee bald vorbei.  
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Die Zeiten ohne Gäste sind am Langener Waldsee bald vorbei.  

Seen Rhein-Main

Rhein-Main: Erste Badeseen öffnen am 19. Juni

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Am Montag dürfen die Badeseen und Schwimmbäder in Hessen wieder öffnen, doch die Strandbäder in Rhein-Main ziehen frühstens am Freitag nach. Teils müssen Gäste ihren Platz im Internet reservieren.

Sonnenhungrige müssen sich noch ein wenig gedulden, bis die Badeseen in Rhein-Main wieder öffnen. Kein einziges Strandbad kann schon am Montag aufmachen, weil die Vorgaben der Landesregierung erst konkretisiert und dann umgesetzt werden müssen. Außerdem sind noch Freigaben des Gesundheitsamtes nötig, zum Teil muss erst Personal aus der Kurzarbeit geholt werden.

Langener Waldsee:  Der Badebetrieb im Strandbad am Waldsee werde wohl erst zu Beginn der 26. Kalenderwoche eröffnen, sagt Joachim Kolbe, Geschäftsführer der Bäder- und Hallenmanagement GmbH. Erst müssen noch Wasserproben gezogen und ausgewertet werden. Auch ein neuer Kassencontainer wird noch geliefert, der wegen des Spuckschutzes nun notwendig ist, so Kolbe. Da 80 000 Quadratmeter Strand und Liegewiese zur Verfügung stehen, könnten dort 15 000 Menschen Platz finden. „Wir werden aber nur 4000 bis 5000 reinlassen“, sagt er. Die Duschen am Strand können benutzt werden. Die Toiletten dürfen nur von zwei Personen gleichzeitig besucht werden, es werden zusätzlich noch Dixie-Häuschen aufgestellt. Vorerst werden die Tickets wie bisher am Kassenhäuschen verkauft, ein Kartenvorverkaufssystem ist in Vorbereitung. Der Badegast kann die Tickets dann daheim ausdrucken; sie werden bei der Einlasskontrolle am See gescannt.

Badesee Rodgau:  Das Strandbad in Nieder-Roden mit seiner 17 000 Quadratmeter großen Liegefläche öffnet am 19. Juni – für täglich höchstens 3500 Badegäste. Um den Besuchern einen Schichtbetrieb zu ersparen, wird die FKK-Fläche als Textilbereich ausgewiesen und auch Teile der Volleyballfelder werden zur Liegefläche. Eintrittskarten können bis maximal zwei Tage im Voraus im Internet unter www.freibadtickets.de gebucht und per Lastschrift, Paypal oder Kreditkarte bezahlt werden. Menschen ohne Internet können ausnahmsweise bei einer Hotline anrufen und reservieren. Jede Person muss einzeln angemeldet werden, so Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Mit einem QR-Code geht es dann ins Strandbad hinein. Es gibt nur Tagestickets, für die zusätzlich 50 Cent „Corona-Aufschlag“ zu zahlen sind. Dauerkarten werden in diesem Jahr nicht angeboten, Zehnerkarten behalten ihre Gültigkeit bis nächstes Jahr.

Strandbad Spessartblick (Großkrotzenburger See):  „Wir peilen den kommenden Freitag als Öffnungstag an“, sagt Oktay Virit, Leiter Bäderservice Deutschland. Er wartet noch auf eine Sandlieferung für den Strand, und auch das Kassensystem muss noch umgestellt werden. Eine namentliche Erfassung der Besucher sei nur mittels Liste möglich, so Virit. Die Anzahl der Besucher muss nicht beschränkt werden, Die 40 000 Quadratmeter große Liegewiese und die Badefläche sind groß genug, um die fünf Quadratmeter Sicherheitsabstand locker einzuhalten. Das Kassensystem zählt trotzdem die Besucher, ein Mitarbeiter darüber hinaus die Badegäste, die das Strandbad verlassen. Obwohl laut Virit rund zehn Prozent mehr Personal nötig ist, bleibt der Eintrittspreis bei 2,50 Euro, und auch Saison- und Zehnerkarten können noch erworben werden. Das Bad orientiert sich bei den Hygienemaßnahmen am Pandemieplan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Pinta Beach (Raunheimer Waldsee):  Die Öffnung ist für Sonntag, 21. Juni, geplant. Als einziges Strandbad in Rhein-Main hat das Pinta Beach nummerierte Liegeplätze. 1000 Besucher kommen aufs Gelände, 500 freie Plätze bleiben vorerst unbesetzt. Zutritt ist nur nach Reservierung auf der Website pinta-beach.de möglich. Der Badegast muss sich für einen von drei Slots entscheiden: von 8 bis 9 Uhr für Schwimmer, von 9 bis 14 Uhr oder von 15 bis 20 Uhr. Von 14 bis 15 Uhr bleibt das Bad zu und wird desinfiziert. Weil das dreifache Personal am Start sei, so Geschäftsführer Germano Salernitano, kostet der Eintritt nicht mehr 2,50 Euro, sondern sechs Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder und Rentner. Der Besucher bestellt online einen oder mehrere Schirme mit je zwei Liegen, gibt sämtliche Namen und Adressen an und erhält einen QR-Code, mit dem am See die entsprechende Anzahl an Tickets ausgedruckt wird.

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