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Ein Frachtschiff passiert eine Sandbank am Mittelrhein (Aufnahme mit einer Drohne).
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Ein Frachtschiff passiert eine Sandbank am Mittelrhein (Aufnahme mit einer Drohne).

Natur

Rhein immer noch niedrig

Große Kies- und Sandbänke tauchen im Rhein auf. Die Pegelstände von Europas wichtigster Wasserstraße bleiben auch zum Jahresende niedrig. Das wirkt sich auf Frachtschiffe aus.

Nach einem eher trockenen November leidet die Rhein-Schifffahrt auch noch im Dezember unter niedrigen Wasserständen. Florian Krekel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein sagte in Bingen der Deutschen Presse-Agentur: „Dass das Niedrigwasser so lange anhält, ist nicht jedes Jahr die Regel.“

Der Hydrologe Jörg Uwe Belz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz erklärte: „Auf der Bundeswasserstraße Rhein ist die Schifffahrt über weitere Strecken behindert, viele Schiffe müssen ihren Tiefgang reduzieren.“ Deshalb könnten sie gegenwärtig ungefähr zwischen Basel und Krefeld sogenannte Kleinwasserzuschläge von ihren Auftraggebern als finanziellen Ausgleich verlangen.

Nach dem dritten Dürre-Sommer in Folge war dieses Jahr laut dem Deutschen Wetterdienst auch der Herbst zu warm und eher zu trocken. Durchschnittlich fielen von September bis November in Deutschland nur 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - der langjährige Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 liegt bei 183 Liter pro Quadratmeter.

Pegelstand bei Kaub erreicht nur 88 Zentimeter

Am Mittwoch erreichte der Pegelstand bei Kaub nahe dem Loreley-Felsen nur 88 Zentimeter. Damit lag er dort gut einen halben Meter über dem 2018 gemessenen Rekordniedrigstand von etwa 25 Zentimetern. Der Hydrologe Belz erklärte: „Die Fahrrinnentiefe beträgt damit momentan dort 2,0 Meter.“

Der Experte Krekel sagte, aus wirtschaftlichen Gründen seien heute viele Rhein-Binnenschiffe größer als es in vergangenen Jahrzehnten Standard gewesen sei. Bei genug Wasser könnten sie - statt wie früher 2,50 Meter - auch drei oder 3,50 oder selten sogar vier Meter Tiefgang haben.

Belz erläuterte, das gegenwärtige Niedrigwasser sei nicht völlig ungewöhnlich: „Herbst ist am Mittelrhein typischerweise Niedrigwassersaison, die sich dann in der Regel im Laufe des Dezembers auflöst.“ Auch 2016 und 2018 sei in diesem Monat hier vergleichbar wenig oder noch weniger Wasser geflossen.

Der Hydrologe erwartete am Rhein bis Donnerstag (3.12.) einen leichten Wasseranstieg, „danach wieder allmähliches Absinken. Im Laufe der kommenden Woche deutet sich wiederum Wasserstandsanstieg an. All diese Veränderungen gehen relativ gemächlich vonstatten.“ (dpa)

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